Ambitionierter neuer Trainer

Skyliners greifen an

Von Jörg Daniels, Frankfurt
24.06.2022
, 17:00
Geert Hammink: „Für eine leichte Aufgabe hätte ich in Leiden bleiben können.“
Mit dem neuen Headcoach Geert Hammink soll es für die Skyliners so schnell wie möglich wieder nach oben gehen. Der Niederländer setzt dabei vor allem auf einheimische Spieler.
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Der Basketballtrainer Geert Hammink ist von Haus aus erfolgsverwöhnt. In den vergangenen beiden Spielzeiten erreichte der neue Headcoach der Fraport Skyliners mit seinem niederländischen Arbeitgeber ZZ Leiden in sechs Wettbewerben jeweils mindestens das Halbfinale.

Viermal stand der 52 Jahre alte Niederländer dann im Finale, zwei Endspiele gewann er mit seiner Mannschaft – zuletzt Mitte Juni das in der neugegründeten BNXT-League, in der belgische und niederländische Vereine spielen. „Wir haben viel gewonnen“, sagte er am Freitag bei seiner Präsentation in Frankfurt. 2021 zum Beispiel die niederländische Meisterschaft.

Bei den Skyliners dürfte seine Titelsammlung so schnell nicht anwachsen. Der ohnehin nicht allzu finanzstarke Klub blieb nur mit Hilfe einer Wildcard für 700.000 Euro in der Bundesliga. Die Möglichkeiten, in den Kader zu investieren, sind dadurch nicht größer geworden. Trotzdem hat sich der 2,10 Meter lange ehemalige Center, der in Berlin, Köln und Griechenland (Athen und Thessaloniki) unter Vertrag stand, hohe Ziele mit den Hessen gesetzt. „Wir wollen so schnell wie möglich oben mitspielen“, sagt er. „Für eine leichte Aufgabe hätte ich in Leiden bleiben können.“ Dort hatte Hammink noch ein Jahr Vertrag. Aufgrund seiner Verdienste für den Verein mussten die Skyliners keine Ablöse bezahlen.

Wie hoch das Frankfurter Budget für die kommende Runde genau sein wird, will Hammink eigenem Bekunden nach gar nicht wissen. Ihm reicht die Gewissheit, dass der Klub das Bestmögliche herausholen will. „Ich weiß, dass Frankfurt professionell ist“, sagt der Trainer. Als Agenturmitinhaber und Spielerberater hatte er in der Vergangenheit öfters mit den Skyliners zu tun. Er kennt den Standort gut. Jetzt kann Hammink auf verantwortlicher Position in Frankfurt dazu beitragen, dass die Hessen mit bescheidenen Mitteln ein schlagkräftiges Team aufstellen.

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Bei der Personalauswahl hätten die deutschen Spieler Priorität. „Wenn wir einen guten deutschen Spieler bekommen können, ist dessen Position zunächst irrelevant“, meinte Hammink. Nationalspieler Lukas Wank, Len Schoormann sowie Lorenz Brenneke sind momentan die aussichtsreichsten deutschen Spieler im Aufgebot. Sofern sie ihre Zukunft in Frankfurt sehen, stellt der neue Headcoach ihnen in Aussicht, „dass sie ihre Chance bekommen und sich entwickeln werden“.

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Unter seiner Anleitung sollen die Spieler „hart arbeiten“ und dabei „gemeinsam Spaß“ haben, damit die Teamchemie stimmt. „Ich bin nicht dafür, sechs Stunden am Tag zu trainieren. Aber wenn trainiert wird, dann mit hoher Intensität“, betonte er. Dem Publikum in der Ballsporthalle soll seine Mannschaft schnellen und attraktiven Basketball bieten. Hammink, der drei Kinder hat, hat unter fünf Cheftrainern – darunter Svetislav Pesic – gespielt, die alle zur Hall of Fame zählen. In Leiden war Hammink der starke Mann. „Ich habe sehr viel selbst gemacht“, sagt er.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Daniels, Jörg
Jörg Daniels
Redakteur in der Sportredaktion
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