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Löwen Frankfurt

40 ist für Lewandowski kein Alter

Von David Lindenfeld
 - 09:17
Will mit Frankfurt in die DEL: Eduard Lewandowski

Eduard Lewandowski ist zur Selbstironie fähig. „Wenn man beim Aufwärmen nicht aufpasst und zu viel macht, ist man im ersten Drittel schon müde“, sagte der Eishockey-Stürmer der Löwen Frankfurt zu Saisonbeginn. Sein Lachen deutete darauf hin, dass er einen Spaß machen wollte – aber mit einem ernstem Hintergrund. Wer sich mit dem 39 Jahre alten Deutschrussen über sein Alter und seinen Sport unterhält, bekommt dank seiner ehrlichen und aufgeschlossenen Art schnell ein Gespür dafür, welche Belastungen der Körper im harten Eishockeybusiness aushalten muss, wie schwer die Beine am Tag nach einer siebenstündigen Busfahrt sein können – und wie schwierig es ist, die Entscheidung zu treffen, wann Schluss ist.

Lewandowski hat lange überlegt, bevor er sich sicher war, dass er noch ein weiteres Jahr im Tank hat: Das Angebot lag ihm schon länger vor, aber seinen Vertrag hat der zweitbeste Torschütze der Löwen, der in dieser Saison in 50 Zweitliga-Spielen 24 Tore und 24 Vorlagen erzielt hat, erst jetzt um ein Jahr verlängert.

Lange Verhandlungen mit dem „Unverzichtbaren“

Was die Frankfurter am Mittwoch bekannt gaben, hatte Sportdirektor Franz-David Fritzmeier schon länger am Herzen gelegen. Unmittelbar nach seinem guten Saisonstart mit sieben Toren und sechs Vorlagen in den ersten zehn Spielen hatte der Manager ihn als „unverzichtbar auf und abseits des Eises“ geadelt. Seit einigen Wochen führte Fritzmeier nun immer wieder Gespräche über eine Vertragsverlängerung mit Lewandowski, dem die Entscheidung auch deshalb schwerfiel, weil seine Frau und seine drei Kinder weiterhin in Düsseldorf leben, wo der Angreifer zuvor aktiv war.

Im Offensivspiel der Löwen ist Lewandowski einer der zuverlässigen Motoren. Trotz seiner hohen Laufzeit und seines hohen Alters geriet er nur in einer Phase dieser Saison ins Stocken. Als den Frankfurtern in der anstrengenden Zeit rund um Weihnachten mit sieben Begegnungen in 17 Tagen viele Spieler fehlten, schien ihm der Kraftstoff auszugehen. Nur zwei Scorerpunkte gelangen ihm in den sieben Partien. Nachdem sich die personelle Situation entspannt hatte, lief es aber auch beim Routinier wieder rund. An der aktuellen Serie von zehn Siegen in Serie, die die Löwen am Sonntag auf Rang eins der Tabelle brachte, hat der Angreifer einen entscheidenden Anteil, weil er in allen zehn Partien punktete. Neben seinen Über- und Unterzahlqualitäten ist es vor allem die Ruhe am Puck, die ihn auszeichnet. Eine so ausgeprägte Ruhe, dass sie manchem ungeduldigem Fan ab und zu ein Raunen entlockt, wenn Lewandowski wieder einmal lange mit der Hartgummischeibe am Schläger wartet, bis er abspielt. Meist öffnet sich dann doch noch eine Lücke. Und wenn dann eine Torchance entsteht, geht das vereinzelte Raunen in kollektiven Jubel über.

Fritzmeier schätzt nicht nur Lewandowskis spielerische Fähigkeiten, sondern auch seine Qualitäten abseits der Eisfläche. „Er ist neben Adam Mitchell der Anführer und Schlüsselspieler unserer Mannschaft und geht jeden Tag aufs Neue mit bestem Beispiel in Sachen Professionalität, Leidenschaft für unseren Sport und Identifikation mit dem Klub und dessen Zielen voran.“ Verpasst hat der 121-malige deutsche Nationalspieler in seiner zweijährigen Zeit bei den Löwen nur vier Partien. Der Schlüssel zu seinem erfolgreichen Spiel ist die körperliche Verfassung. Auch wenn der 39-Jährige mit seinem Alter kokettiert: Laut Fitnesstrainer David Dubiel kam er aus der Sommerpause mit überdurchschnittlich guten Werten zurück. Lewandowskis arbeitet ehrgeizig daran, das Ziel, das er sich im Spätherbst seiner Karriere gesetzt hat, zu erreichen: „Ich will dabei mithelfen, dass wir mit den Löwen dahin kommen, wo das Frankfurter Eishockey hingehört: in die DEL.“

Quelle: F.A.Z.
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