<iframe title="GTM" src="https://www.googletagmanager.com/ns.html?id=GTM-WBPR4W&gtm_auth=3wMU78FaVR9TNKtaXLbV8Q&gtm_preview=env-23&gtm_cookies_win=x" height="0" width="0" style="display:none;visibility:hidden"></iframe>
0:0 gegen Schalke

Mutmacher für die Nullfünfer aus Mainz

Von Daniel Meuren, Mainz
 - 09:31
Ausgeglichenes Duell zwischen Mainz und Schalke

Liegt da etwa ein Fluch auf dem Sondertrikot zur fünften Mainzer Jahreszeit? Nach dem 0:0 gegen Schalke 04 muss sich Mainz 05 Gedanken machen, warum der in ihrer Stadt in dieser Woche so verehrte Gott Jokus seine Kräfte nicht spielen und die Nullfünfer in vierfarbiger Kleidung auch mal gewinnen lässt. Viermal hat der Klub nun zur Fastnachtszeit ein Trikot in den Farben des Mainzer Karnevals auf den Markt gebracht – viermal hat die Fußball-Bundesligamannschaft das Heimspiel, in dem das Trikot das einzige Mal in der Spielzeit getragen wird, nicht gewinnen können.

Bundesliga

Mit dem 0:0 gegen Schalke 04 durften die Rheinhessen, die am kommenden Montag in Teamstärke am Rosenmontagszug teilnehmen werden, aus mehreren Gründen am Sonntagabend jedoch auch zufrieden sein. Sie waren vor 27.000 Zuschauern gegen den Tabellensechsten das bessere Team, was Mut macht für die Spiele in Wolfsburg sowie zuhause gegen die „Kellerkinder“ Paderborn und Düsseldorf.

Animiert durch die Fastnachszeit sangen die Fans von Anpfiff weg die Fastnachts-Klassiker von Margit Sponheimer über Ernst Neger bis hin zu den Mainzer Hofsängern. Allein das nur für einen Sieg passende „So ein Tag, so wunderschön wie heute“ fehlte am Ende. Erstmals in dieser Spielzeit aber blieben die Mainzer im eigenen Stadion ohne Gegentor, erstmals spielten sie überhaupt unentschieden, während sie zuvor vergleichbare Partien in den Schlussminuten noch verloren hatten. Das freilich wäre auch gegen Schalke beinahe geschehen, aber Weston McKennie setzte in der Nachspielzeit einen Kopfball knapp neben das Tor. Der eingewechselte Jean-Philippe Mateta hatte dabei nicht aufgepasst und den Schalker unbedrängt zum Kopfball kommen lassen.

Torhüter Robin Zentner packte sich den Franzosen deshalb und rüttelte ihn nochmals wach. „Wenn der reingegangen wäre, dann hätten wir völlig unverdient verloren und wären jetzt völlig bedient“, sagte Zentner. „So freue ich mich, dass wir zu null gespielt haben und sonst defensiv sehr gut standen.“ Offenkundig hatten die Mainzer viel Selbstvertrauen gezogen aus dem 3:1-Auswärtssieg bei Hertha BSC Berlin in der Vorwoche. Trainer Achim Beierlorzer vertraute entsprechend auch auf die selbe Startaufstellung wie in Berlin und verzichtete zu Gunsten der Defensive abermals auf die spielstarken Jean-Paul Boetius, Aaron Martín oder Torjäger Jean-Philippe Mateta. „Die Mannschaft ist verlässlich geworden, wir lassen wenige Torchancen zu“, sagte Beierlorzer. „Dann verliert man eben ein solches Spiel nicht, auch wenn man vorne nicht so viele Torgelegenheiten bekommt.“

Die Mainzer, bei denen der neue Abwehrchef Jeffrey Bruma als Mittelmann einer defensiven Dreierkette Souveränität ausstrahlte und auch auf seine Nebenleute beruhigend wirkte, trugen ihre Spielzüge sachlich nach immer gleichem Muster vor und leisteten sich dabei wenige Fehler, die zu den gefährlichen Schalker Kontern hätten führen können. Die Mainzer kamen schnell zu sieben Torabschlüssen, ehe Schalke überhaupt das erste Mal in Nähe des gegnerischen Tors auftauchte. Da wurde es freilich bei einem Kopfball von Matija Nastasic gefährlich. Zentner lenkte den Ball zur Ecke (34.).

Die Mainzer versäumten es jedoch, die Führung zu erzielen: Kapitän Danny Latza, in Gelsenkirchen aufgewachsen und auf Schalke ausgebildet, brachte den Ball nach einer Unsicherheit von Alexander Nübel bei einer Faustabwehr aus zehn Metern nicht im Tor unter. In Halbzeit zwei stellte sich Schalke mehr aufs Mainzer Spiel ein. Dennoch besaßen die Rheinhessen die beste Torgelegenheit, als Quaison den Ball an die Latte setzte (79.). So endete es zwar nicht fastnachtlich fröhlich, aber für Melancholie, die im Mainzer Karneval auch ihren Platz hat, bestand kein Anlass.

Quelle: F.A.Z.
Daniel  Meuren - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Daniel Meuren
Sportredakteur.
Twitter
  Zur Startseite
Ähnliche ThemenSchalke 04Achim BeierlorzerMainz 05MainzJean-Philippe MatetaRobin Zentner

Diese Webseite verwendet u.a. Cookies zur Analyse und Verbesserung der Webseite, zum Ausspielen personalisierter Anzeigen und zum Teilen von Artikeln in sozialen Netzwerken. Unter Datenschutz erhalten Sie weitere Informationen und Möglichkeiten, diese Cookies auszuschalten.