Serie Gesunde Diät

Welche Diät wirkt wirklich?

Von Eva Mayer-Wolk
24.06.2002
, 13:40
Es gibt tatsächlich Diäten, die halten, was sie versprechen: Gewichtsabnahme. Und das nicht sofort, sondern vernünftig, lecker und gesund.
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„Ich habe eine Diät gemacht und fettem Essen und Alkohol abgeschworen - in zwei Wochen verlor ich 14 Tage.“ Zynisches Sprüchlein eines Diätgeschädigten, der feststellen musste, was auch unsere Serie deutlich macht: die meisten Diäten sind grundsätzlich gleich, nämlich gleich sinnlos. Gibt es denn gar keine Diät, die wirkt? Doch, die gibt es. Wir stellen sie Ihnen hier vor.

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Die bekanntesten der empfehlenswerten Diäten heissen „Pudel-Diät“ („Slimnet“), „Brigitte-Diät“ oder „Fit for Fun“-Diät - und auch sie haben etwas gemeinsam, nämlich das Wesentliche einer Diät, die zum Erfolg führt: sie sind langfristig angelegt, versprechen keine Wunder und bestehen aus einer Ernährung, an die man sich gewöhnen kann (und sollte), denn sie ist gesund, schmeckt und hält das Gewicht.

„Wer abnimmt und hungert, macht etwas falsch“

Wer sich also zu den Entschlossenen mit Realitätssinn fürs Machbare zählt, kann sich zum Beispiel unter www.slimnet.de über die Pudel-Diät informieren, die der Göttinger Ernährungspsychologe Professor Volker Pudel entwickelt hat. Ihre Wirksamkeit ist belegt: die AOK („Abnehmen mit Genuss“, „PfundsKur“) hat damit über Jahre hunderttausenden ihrer Mitglieder zu weniger Gewicht verholfen.

“Aber es geht nicht von heute auf morgen“, betont Volker Pudel auf der Homepage von Slimnet, wie er sein Programm jetzt nennt. „Und auch nicht mit Garantie. Nur mit Training, langfristiger Unterstützung, ernährungsphysiologisch optimierter Kost und flexibler Verhaltenskontrolle.“ Pudels Diät kann man online machen: anmelden, wöchentliche Trainingskurse verfolgen, in Chats Erfahrungen mit anderen Teilnehmern austauschen, Unterstützung durch ein Expertenteam bekommen. „Wer abnimmt und hungert, macht etwas falsch“, meint Pudel.

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Kalorienzählen ist out: Aber Fett muss konsequent vermieden werden

Das unterschreiben auch die Erfinderinnen der „Brigitte-Diät“, längst ein Klassiker (www.brigitte.de). Eine praktizierende Leserin resümiert: „Die Rezepte sind lecker, und wenn man mal etwas nicht mag, gibt´s Rezepte zum Austauschen. Ganz nebenbei lernt man fettarm zu kochen und seine Ernährung dauerhaft umzustellen. Eine Diät, die wirklich jeder durchhalten kann.“ Diesem Urteil stimmen auch Experten wie der Münchner Ernährungswissenschaftler Friedrich Bohlmann zu: „Unbedingt ausprobieren!“

Wie das Hungern ist heute das Kalorienzählen bei vernünftigen wie den hier vorgestellten Diäten out - das gilt auch für die „Fit for Fun-Diät“ (www.fit-for-fun.de). Die zum Beispiel macht satt, weil Kohlenhydrate - Kartoffeln, Brot, Reis und Nudeln, Ausnahme: fetthaltige Süßigkeiten - sämtlich freigegeben sind. „Lediglich Fett muss konsequent reduziert werden“ - und das ist auch ein grundlegendes Kriterium der anderen beiden Anti-Pfund-Programme.

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Diät kann Spaß machen

Das Prinzip ist bei allen drei Positiv-Beispiel-Diäten dasselbe: man ernährt sich ausgewogen, gesund und mit wenig Fett (wenig, nicht gar keins!), und die Programme sind so aufgebaut, dass sie den Anwendern Spaß machen, ihrer Gesundheit guttun - und sie auf Dauer auch verschlanken ohne den gefürchteten, späteren Jojo-Effekt.

Und so wird auch klar, was der Begriff „Diät“ eigentlich bedeutet: nämlich wörtlich übersetzt, nichts als „Ernährung“ - und die sollte günstigenfalls lebenslang so aussehen wie die erfolgreichen „Diäten“, ganz gleich, aus welcher kompetenten Ecke sie kommen.

Quelle: @bine
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