FAZ plus ArtikelDokumentationen im Sport

Kontrollierte Nähe zu den Hochglanz-Helden

Von Peter Körte
26.10.2021
, 06:39
Idol der Roma: Francesco Totti in der Sky-Serie Il Capitano (2021)
Von Maradona bis Schumacher: Längst haben Streamingdienste den Markt der Sport-Dokumentationen entdeckt. Doch der schöne Stoff hat oft seinen Preis: den Verzicht auf kritische Berichterstattung.
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Womit hat es eigentlich angefangen? Mit „Being Mario Götze“? Mit „All or Nothing: Manchester City“? Mit „Sunderland ’Til I Die?“ War es 2018, als auf einmal immer mehr Sportfilme und Serien zu sehen waren – und sich seither fast inflationär vermehrt haben? Von Amazon Prime bis Netflix, von Dazn bis Sky: ständig neuer Content, meistens Fußball, ab und zu auch Tennis, Formel 1, American Football, Basketball. Große Stars und Traditionsklubs, nach „Inside Borussia Dortmund“ folgt Anfang November „FC Bayern: Behind the Legend“ (2019), Klubs wie Tottenham Hotspur oder Juventus Turin wurden begleitet, auch die Boca Juniors.

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Fußball wie noch nie, könnte man sagen, mit dem Titel von Hellmuth Costards Experimentalfilm aus dem Jahr 1971, der neunzig Minuten mit der Kamera nur dem legendären George Best folgte. Natürlich ist die auffällige Zunahme der Sportdokumentationen Folge des Aufstiegs der Streamingdienste. Früher war hin und wieder mal Platz für einen Sportfilm im Kino, zuletzt noch 2019 für den großartigen Maradona-Film von Asif Kapadia. Oder für filmisch sehr gut gemachte Dokumentationen wie „Les Yeux dans les Bleus“ von Stéphane Meunier über das französische Team, das 1998 Weltmeister wurde.

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Quelle: F.A.S.
Autorenporträt / Körte, Peter (pek)
Peter Körte
Redakteur im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung in Berlin.
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