FAZ plus ArtikelProbleme für die Bundesliga

Der kranke Fußball

Von Daniel Theweleit
02.09.2020
, 13:54
Ablösesummen ohne Realitätsbezug, absurde Gehälter und Fans, die schon vor dem Saisonstart den Meister kennen. Die Bundesliga ist zum Langweiler geworden. Jetzt rückt eine wichtige Frage in den Fokus.

Der Ruheständler Uli Hoeneß schwelgt gerne in Erinnerungen an die gute alte Zeit, die nicht zuletzt unter seinem Einfluss fortgewischt wurde von der Fußballmoderne. „Wenn wir früher nach Kaiserslautern gefahren sind, hatten wir manchmal schon am Fuße des Betzenbergs einen Strich in der Hose“, sagt der Mann, der den FC Bayern München in einen global agierenden Fußballkonzern verwandelte. Im F.A.Z.-Interview im August merkte Hoeneß an: „Heute fahren wir dort nur noch zum Benefizspiel hin, um den Klub zu retten.“

Genau genommen gibt es gar kein Auswärtsspiel mehr, das die Münchner konsterniert, nach acht Meisterschaften in Serie können sie sich fest darauf verlassen, schon bald den nächsten Titel feiern zu können. Aber Hoeneß weiß, wie sich das ändern ließe: Durch die Abschaffung der 50+1-Regel könnten Investoren Klubs übernehmen und diese mit ihrem Privatvermögen zu ernstzunehmenden Bayern-Konkurrenten aufblasen. „Da wäre ich sofort dabei“, sagt Hoeneß, der Freigeist.

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Quelle: F.A.S.
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