FAZ plus ArtikelSportverbände und Coronavirus

Sieht so Solidarität aus?

Von Christoph Becker und Evi Simeoni
14.03.2020
, 11:15
Akutes Wahrheitssyndrom? IOC-Präsident Thomas Bach scheint die Realität zu ignorieren.
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Wie konnte die Welt es zulassen, dass die Sportverbände so groß wurden, dass sie anfingen, sich über alles zu erheben? In der Corona-Krise erweckt IOC-Präsident Thomas Bach den Eindruck, als drehte sich diese Erde um die fünf Ringe.
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Es gibt Leute mit besonders feinen Ohren, die meinen, am Donnerstagabend gehört zu haben, dass Thomas Bach, der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), erstmals die Möglichkeit eingeräumt hat, dass die Olympischen Spiele 2020 in Tokio nicht wie geplant stattfinden könnten. In der ARD-Nachrichtensendung „Tagesthemen“ antwortete er auf die zweimalige Frage des Moderators Ingo Zamperoni, was er tun werde, wenn die Weltgesundheitsorganisation WHO ihm angesichts der Coronavirus-Pandemie raten würde, die Olympischen Spiele abzusagen, schließlich mit folgendem Satz: „Wir werden dem Rat der WHO folgen.“ Was aber hätte er sonst antworten sollen? Etwa: „Wir werden den Rat der WHO in den Wind schießen?“

Man muss neidlos anerkennen: Gut gefragt, Herr Zamperoni. Denn Bach will partout über die Möglichkeit einer Absage oder einer Verschiebung nicht sprechen. Als wäre sie erst in dem Augenblick in der Welt, wenn er persönlich als oberste Instanz sie beim Namen gerufen hätte.

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