Olympia-Silber mit Staffel

Doping-Verdacht gegen britischen Sprinter

14.09.2021
, 20:16
Sie dürften sich wohl zu früh gefreut haben: weil Chijindu Ujah (l.) positiv getestet wurde, verlieren wohl auch Zharnel Hughes, Richard Kilty und Nethaneel Mitchell-Blake ihre Medaillen
Leichtathlet Chijindu Ujah ist bei den Olympischen Spielen positiv auf zwei unerlaubte Substanzen getestet worden. Nun bestätigt die B-Probe den Verdacht.

Der britischen 4x100-Meter-Staffel droht wegen eines Dopingfalles die Aberkennung der Silbermedaille bei den Olympischen Spielen in Tokio. Wie die International Testing Agency (Ita) am Dienstag mitteilte, bestätigte die B-Probe den Dopingverdacht bei Sprinter Chijindu Ujah. Der 27-jährige Leichtathlet war positiv auf zwei Substanzen, die in ihrer Wirkung anabolen und androgenen Steroiden ähneln, getestet worden.

Durch die B-Probe sei das Ergebnis der A-Probe bestätigt worden, teilte die Ita mit. Der Fall sei daher am 8. September an den Court of Arbitration for Sport (Cas) weitergeleitet worden, der nun über die Aberkennung der Silbermedaille entscheiden soll. Anschließend werde der Fall an die Athletics Integrity Unit des Leichtathletik-Weltverbandes übergeben, die über eine Sperre von Ujah entscheidet.

Der Sprinter selbst hatte ein Dopingvergehen bestritten und die Öffnung der B-Probe beantragt. „Um das absolut klarzustellen, ich bin kein Betrüger“, sagte er in einem Statement. Ujah ist vorläufig gesperrt. Wegen des Dopingfalles verlieren wohl auch seine Staffelkollegen Nethaneel Mitchell-Blake, Richard Kilty und Zharnel Hughes die Silbermedaille. Bei einer nachträglichen Disqualifikation würde Kanada auf den Silberrang hinter Italien rücken und China Bronze bekommen. Das deutsche Quartett wäre dann Fünfter statt Sechster.

Quelle: dpa
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