Wegen Doppelrolle

Anzeige gegen DEB-Präsident Franz Reindl

Von Bernd Schwickerath
14.01.2022
, 18:10
Franz Reindl
Gegen den Präsidenten des Deutschen Eishockey-Bundes ist Anzeige erstattet worden. Hintergrund ist der Streit zwischen einigen Landesverbänden und dem DEB über seine jahrelange Doppelrolle.
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Hendrik Ansink, Vorsitzender des Hessischen Eishockeyverbands, hat bei der Staatsanwaltschaft München Strafanzeige gegen Franz Reindl, den Präsidenten des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB), erstattet. Es gehe um „Themen der ordnungsgemäßen Vermögensverwaltung“, schrieb Ansink in einer Email, die der F.A.Z. vorliegt.

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Hintergrund ist der Streit zwischen einigen Landesverbänden und dem DEB über die jahrelange Doppelrolle Reindls als ehrenamtlicher Verbandspräsident und bezahlter Geschäftsführer einer DEB-Tochter – DEB und GmbH waren beide geschäftlich mit der Vermarktungsagentur Infront verbunden.

Im Herbst hatte der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) Aufklärung gefordert. Doch laut der Opposition im DEB wurden Fragen nicht umfassend beantwortet. Auch die vom DEB bei einer Agentur in Auftrag gegebene Untersuchung reicht den Kritikern nicht.

Ansink forderte jüngst die Herausgabe von Daten und Dokumenten und stellte ein Ultimatum bis 11. Januar. Weil nichts passiert sei, habe er nun Anzeige erstattet. Der DEB spricht von einem „konstruierten Vorwurf“.

Quelle: F.A.Z.
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