FAZ plus ArtikelGescheiterte Olympia-Bewerbung

Ziemlich beste Feinde

Von Michael Reinsch, Berlin
06.09.2021
, 16:20
Luftschloss: Das Konzept mit dem Olympiastadion auf dem Kleinen Grasbrook in Hamburg – hier eine Visualisierung – scheiterte am Streit um die Finanzierung.
Die Deutschen tun sich im Kampf um Olympia schwer. Warum das so ist, beschreiben heftige Vorwürfe des Innenministeriums gegen den DOSB nach dem Scheitern von Hamburg 2024.
ANZEIGE

Misstrauisch und zurückhaltend hat die Bundesregierung die Olympiabewerbung Hamburgs bis zum ablehnenden Bürgervotum im November 2015 begleitet. „Die Zusammenarbeit zwischen Bund (...) und der Bewerbungsgesellschaft war seitens der Gesellschaft von mangelhaftem Vertrauen und fehlendem kooperativen Willen geprägt“, heißt es im internen, unveröffentlichten Abschlussbericht des Bundesinnenministeriums (BMI).

Dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und der Freien und Hansestadt Hamburg (FHH), den Hauptgesellschaftern, wirft das Ministerium vor, sie hätten versucht, den Bund unter Druck zu setzen und zu übervorteilen. Der Sach- und Planungsstand sei intransparent gewesen. Deshalb „war es für den Bund unter all diesen Umständen nicht verantwortbar zum damaligen Zeitpunkt, eine wie auch immer geartete finanzielle Unterstützungszusage zu geben“, heißt es in dem mehr als fünfzig Seiten umfassenden Papier, das der F.A.Z. vorliegt.

Testen Sie unser Angebot.
Jetzt weiterlesen.
Testen Sie unsere Angebote.
F.A.Z. PLUS:

  FAZ.NET komplett

Diese und viele weitere Artikel lesen Sie exklusiv mit F+
Quelle: F.A.Z.
Michael Reinsch - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Michael Reinsch
Korrespondent für Sport in Berlin.
  Zur Startseite
Verlagsangebot
Verlagsangebot
ANZEIGE