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FAZ plus ArtikelAufruhr im Triathlon

Ein Milliardär und der Kampf um den Ironman

Von Michael Eder, Frankfurt
Aktualisiert am 20.02.2020
 - 11:38
Der Verdrängungswettbewerb ist losgebrochen: Dieses Jahr starten die Top-Triathleten nicht in Frankfurt, sondern in Roth.
Ein Amerikaner will das Ironman-Label kaufen. Mit seinem Geld stellt er die Triathlon-Welt auf den Kopf. Es ist eine schwierige Situation. Lassen sich die Profis etwa für wirtschaftliche Interessen instrumentalisieren?

Langstreckentriathlon, Ironman: Wie schön geordnet alles war in den vergangenen Jahren! Jeder hatte seinen Platz, die Fronten waren geklärt. Doch nun geht es plötzlich drunter und drüber. Wenn am 28. Juni in Frankfurt die Ironman-Europameisterschaft stattfindet, wird dort die Spitze der Athleten fehlen. Sie wird eine Woche später bei der Challenge Roth an den Start gehen, einem Langstreckenrennen, das nicht zur Ironman-Dynastie gehört. Jan Frodeno, Tim Ó’Donnell, Sebastian Kienle bei den Männern, Anne Haug, Lucy Charles-Barclay und Sarah Crowley bei den Frauen – die jeweils drei Bestplazierten der Ironman-WM auf Hawaii vom vergangenen Oktober starten in Roth, was für Frankfurt ein besonders schmerzhafter Verlust ist, weil mit Frodeno und Anne Haug erstmals beide Weltmeister aus Deutschland kommen. Wie haben es die Rother geschafft, alle Topstars nach Franken zu locken? Mit hohen Startgeldern – und dem Charme der Tradition.

Die Wiege des Ironman-Triathlons in Deutschland stand in Roth. 1988 hatte Detlef Kühnel, einer der ersten deutschen Starter auf Hawaii, die Lizenz für ein deutsches Langstreckenrennen unter dem Ironman-Label erworben. Die großen Rennen fanden fortan in der fränkischen Provinz statt, der Ironman Europe wurde zu einer Veranstaltung mit Kultcharakter. Plötzlich, 2002, schien Roth am Ende. In Frankfurt hatte der Reiseveranstalter Kurt Denk Geld und politische Unterstützung eingesammelt und Roth die Ironman-Lizenz abgenommen, eine feindliche Übernahme. Nun war nicht mehr Roth, sondern Frankfurt der europäische Leuchtturm des privaten Ironman-Konzerns, der unter wechselnden Besitzern auf Expansion und Ertragsoptimierung ausgerichtet war – und es bis heute ist.

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