Kritik an Großes Ernennung

„Als Präsident nicht geeignet“

19.06.2020
, 15:22
Athletensprecher Moritz Geisreiter: „Ich halte ihn auch weiterhin nicht für einen geeigneten Präsidenten.“
Athletensprecher Geisreiter hält die Ernennung von Pechsteins Lebensgefährten Große zum Übergangspräsidenten in der DESG für eine Fehlentscheidung. Auch die Sportausschuss-Vorsitzende Freitag äußert Bedenken.

Nach der Ernennung von Matthias Große, des Lebensgefährten von Claudia Pechstein, zum neuen Präsidenten, steht die Deutsche Eisschnelllauf-Gemeinschaft (DESG) vor einer Zerreißprobe. Athleten äußern Bedenken, auch aus dem Bundestag wird Kritik laut. „Es ist und bleibt eine vorläufige Entscheidung eines autonomen Spitzenverbandes, die ich zur Kenntnis nehme“, sagte Dagmar Freitag, die Vorsitzende des Sportausschusses im Deutschen Bundestag.

Sie erinnerte daran, dass Große vor Jahren Mitarbeiter von ihr und ihres SPD-Parteikollegen Martin Gerster bedroht habe. Beide Politiker hatten sich kritisch zu Claudia Pechstein geäußert. Auch Journalisten wurden unter Druck gesetzt. „Nicht grundlos ist ihm aufgrund dessen damals das Betreten der Liegenschaften des Deutschen Bundestages untersagt worden“, sagte Dagmar Freitag.

„Ich habe seine Kandidatur nicht befürwortet und halte ihn auch weiterhin nicht für einen geeigneten Präsidenten“, sagte Athletensprecher Moritz Geisreiter. Große wird das nach dem Rücktritt von Stefanie Teeuwen vakante Amt zunächst bis zu den Neuwahlen am 19. September übernehmen.

Gegen alle Widerstände: Claudia Pechstein und Matthias Große.
Gegen alle Widerstände: Claudia Pechstein und Matthias Große. Bild: dpa
Quelle: sid
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