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Sterne des Sports

Die große Mission

Von Michael Reinsch, Berlin
Aktualisiert am 21.01.2020
 - 15:12
Bundeskanzlerin Angela Merkel bei der Verleihung der Sterne des Sports.
Der Berliner Verein Pfeffersport wird für sein Projekt „Mission Inklusion“ mit dem Großen Stern des Sports geehrt. Für alle Sportvereine, nicht nur die Ausgezeichneten, hält die Kanzlerin ein Versprechen parat.

Zusätzlich zur Auszeichnung mit dem Stern des Sports und mindestens tausend Euro Preisgeld haben an diesem Dienstag die Repräsentanten von siebzehn Sportvereinen das Versprechen der Bundeskanzlerin aus Berlin mitgenommen, dass ihr Engagement durch den Abbau von Bürokratie und eine bessere finanzielle Unterstützung gestärkt werden soll.

Angela Merkel warnte auf einer Veranstaltung von Deutschem Olympischem Sportbund und Volks- und Raiffeisenbanken am Brandenburger Tor vor einer Erosion des Ehrenamtes – „das, was unser Land zusammenhält“ – und versprach, durch eine Neufassung des Ehrenamtsstärkungsgesetzes von 2013 die Rahmenbedingungen für deren Erhalt zu verbessern. „Wir wollen schauen, dass wir die Übungsleiterpauschalen erhöhen und die Freibeträge im Steuerrecht verbessern“, sagte sie und versprach insbesondere, „dass wir ein paar von den Sachen, die die Leute wirklich als Pisacken empfinden, abschaffen.“

Andernfalls wolle niemand mehr Schatzmeister eines Vereins sein. „Wir werden noch mal einen Anlauf machen und versuchen, dass es einfacher geht.“ Da eine Entschließung des Bundesrates (zur Absicherung ehrenamtlicher Einsatzkräfte im Brand- und Katastrophenschutz) eine Neufassung des Gesetzes notwendig mache, erwarte sie eine zügige Einigung von Bund und Ländern. Die Kanzlerin erinnerte zudem an den Beschluss zur Gründung der Stiftung Ehrenamt und Engagement in Neustrelitz, deren Aufgabe es ist, Ehrenamt und bürgerschaftliches Engagement in juristischen Fragen und bei der Digitalisierung zu unterstützen.

Den mit 10.000 Euro dotierten ersten Preis erhielt der knapp 5000 Mitglieder starke Berliner Verein Pfeffersport für sein Projekt „Mission Inklusion“, mit dem er über Menschen mit Behinderung hinaus Kinder und Senioren, Geflüchtete, sozial Schwache und Menschen mit Migrationshintergrund erreicht.

In der IG Sport Heddesheim, die von der Jury auf Platz zwei gewählt wurde, haben sich vier Sportvereine aus der Nähe von Mannheim zusammengeschlossen, um ihr Ehrenamt mit einem hauptamtlich betriebenen Büro zu entlasten.

Der SC Riesa, Dritter des Wettbewerbs, beschäftigt gemeinsam mit der Kommune Sportlehrer, um in drei Schulen der Stadt Sportklassen mit zusätzlichen Sportstunden anzubieten.

Quelle: F.A.Z.
Michael Reinsch - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Michael Reinsch
Korrespondent für Sport in Berlin.
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