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Olympia-Surfen auf Tahiti

Karriereziel Klimakollaps

EIN KOMMENTAR Von Christoph Becker
 - 12:05
Ja, wer surfte denn da? Olympia 2024 findet vor Tahiti statt.

Mal gucken, was passiert, wenn der Moonwalk olympisch wird. Aber bis dahin ist die Idee, den olympischen Surf-Wettbewerb der Spiele von Paris 2024 auf Tahiti auszutragen, in der Disziplin ,Überflüssige Flugreisen, praktisch umgesetzt‘ auf Jahre hinaus unschlagbar. Ja, klar, stetige Pazifik-Dünung, sanftes Gesäusel der Palmblätter, vielleicht steht ja sogar Gauguin lui-même auf dem Brett?

Die exotische Kulisse muss ja für irgendetwas gut sein, wozu halten sich die Kolonialherren schließlich ihr France d’outre-mer? Und vielleicht hat in Paris auch jemand ein schlechtes Gewissen, schließlich hatte erst der Vorvorvorgänger des heutigen Monsieur le Président in der polynesischen Nachbarschaft Atombomben hochgehen lassen. Ist noch keine 25 Jahre her und kam auf Tahiti nur so mittelgut an. Nun also Olympia. 15 760 Kilometer entfernt von Paris. Alles strahlt. Pardon, alle strahlen.

Wie heißt es auf der Website der Veranstalter? „Das größte Ereignis der Welt nimmt sich der größten Herausforderung der Menschheit an. Es ist unsere Verantwortung, ein nachhaltiges Modell für Olympische Spiele auszutragen.“ Die Veranstalter schreiben sich „bahnbrechende Ambitionen für die Umwelt“ zu. Und dann: Olympia auf Tahiti. Klingt eher nach Karriereziel Klimakollaps. Der Meeresspiegel steigt? Schnell noch Besuch vom Ringeorden, bevor der Archipel absäuft. Da brechen nicht nur die Wellen.

Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Becker, Christoph
Christoph Becker
Sportredakteur.
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