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Umgang mit Kosovo-Athleten

Heftige Kritik an Spanien

 - 14:54

Das Spanische Olympische Komitee (COE) hat den Umgang der Regierung in Madrid mit Athleten aus dem Kosovo kritisiert. „In allen Ländern der Welt, außer in Spanien, treten die Kosovaren ohne Probleme an, mit den gleichen Rechten und Garantien wie andere Athleten“, sagte COE-Präsident Alejandro Blanco laut der Zeitung „El País“.

Sportler aus dem Kosovo durften Anfang des Monats nicht unter ihrer Flagge an der Karate-Weltmeisterschaft in Madrid teilnehmen. Sie trugen die Initialen ihres Verbandes (KKF) auf dem Rücken, auf den Anzeigetafeln erschien die Abkürzung des Weltverbandes WKF hinter den Namen der Athleten. Spanien verweigert dem Kosovo die Anerkennung aus Sorge vor daraus erwachsenden Ambitionen von Separatisten im Baskenland und in Katalonien. Das Kosovo ist seit 2014 Mitglied des Internationalen Olympischen Komitees (IOC).

Das IOC hat die internationalen Sportverbände aufgerufen, keine wichtigen Sportveranstaltungen mehr nach Spanien zu vergeben, bis Athleten aus dem Kosovo dort ohne Diskriminierung teilnehmen können. Darüber hatte zunächst das Sportpolitik-Portal insidethegames.biz berichtet. „Wenn die spanische Regierung nicht in der Lage ist, den Zugang zu Wettkämpfen für jeden Sportler – nicht nur aus dem Kosovo – zu garantieren, sollten wir alle internationalen Verbände warnen, dass sie keine internationalen Wettbewerbe dort austragen sollten, bis das Problem gelöst ist“, sagte Pere Miro, der stellvertretende IOC-Generaldirektor, wie das Internationale Olympische Komitee bestätigte.

„El País“ zitierte eine nicht näher genannte Regierungsquelle mit den Worten, es sei bei der Karate-WM vorgesehen gewesen, die kosovarische Flagge zu hissen und die Hymne zu spielen, falls ein Athlet von dort eine Goldmedaille gewonnen hätte - was aber nicht geschehen sei.

Quelle: F.A.Z.
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