FAZ plus ArtikelRadrennen im Fokus

Kampf um die Zukunft der Tour de France

Von Alex Westhoff
18.07.2021
, 10:13
Immer härter, höher, steiler? Tadej Pogacar war auch bei der diesjährigen Tour de France, hier nach der 17. Etappe, am Rande seiner Kräfte.
Im Werben um junge Zuschauer sucht die Tour de France nach neuen Formaten. Fahrer fordern das schon lange – andere warnen davor, dass der Mythos verloren geht.

Ist Radsport langweilig? Ja, findet der Slowake Peter Sagan, einer der wenigen schillernden Charaktere im Peloton. Interessant werde es bei den Rennen doch erst am letzten Anstieg oder bei den letzten Kilometern vor dem Zielstrich. Sollte der Radsport sich wandeln? Ja, findet Tony Martin, der erfahrene und meinungsstarke deutsche Profi. „Wir sollten wegkommen von der stupiden, immergleichen Fahrweise. Auch ich habe keine Lust, mir ein sechs Stunden von A nach B fahrendes Feld anzuschauen.“

Unter den Lesern des Rennrad-Magazins Tour darf man viele Fans vermuten, für die eine Frankreich-Rundfahrt ein geliebtes und gelebtes Fernsehritual darstellt. Doch selbst das Fachblatt gibt seinen Lesern zu jeder Etappe detaillierte Tipps, um wie viel Uhr genau es sich lohnt einzuschalten. Eine Faustregel für den geneigten Radsportfreund scheint zu sein: Die letzte halbe Stunde des Rennens schaue ich mir an. Wie will man da junge Leute als Konsumenten von morgen gewinnen, die sich vorwiegend im Netz bewegen und dort komprimierte, aufregende Inhalte jagen? Für die eine stundenlange Liveübertragung eine absurde Vorstellung ist.

Testen Sie unser Angebot.
Jetzt weiterlesen.
Testen Sie unsere Angebote.
F.A.Z. PLUS:

  FAZ.NET komplett

Diese und viele weitere Artikel lesen Sie exklusiv mit F+
Quelle: F.A.S.
  Zur Startseite
Verlagsangebot
Verlagsangebot