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Alpine Ski-WM

Panne statt Bronze

Von Elisabeth Schlammerl, Are
 - 17:47
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Nur einen kurzen Moment dauerte die Freude bei der deutschen Mannschaft. Christina Geiger, Lena Dürr, Anton Tremmel und Linus Straßer wähnten sich schon auf dem Siegerpodest im Teamwettbewerb der alpinen Ski-Weltmeisterschaften in Are. Aber dann tauchten auf der Anzeigentafel die drei Buchstaben „DSQ“ hinter dem Namen von Straßer auf: disqualifiziert – und nichts war es mit Bronze.

Der Münchner hatte sein Duell mit Alex Vinatzer aus Italien zwar gewonnen, damit den zweiten Punkt für die Deutschen geholt und auch die nächste Voraussetzung erfüllt, um dieses kleine Finale als Sieger zu beenden. Er war die beste Zeit gefahren. Aber er hatte eben bei einem Tor eingefädelt. Weil er, wie er später sagte, nicht ganz sicher gewesen sei, habe er nicht, wie vom Reglement vorgeschrieben, abgeschwungen. „Ich habe nur gemerkt, ich war sehr nahe am Tor“, sagte Straßer. Statt 2:2 stand es 1:3 und nun jubelten die Italiener. Gold ging wie bei den Olympischen Spielen 2018 an die Schweiz, die im Finale Österreich besiegte.

Ein wenig passt diese Panne zur deutschen Mannschaft bei diesen Titelkämpfen. Sie ist oft vorne dabei, aber eben nie auf dem Podest. Viktoria Rebensburg wurde Vierte im Super-G, Josef Ferstl einen Tag später in der gleichen Disziplin Sechster, und am Montag verpasste Straßer in der Kombination als Fünfter knapp eine Medaille.

„Heute hätte mal das Glück auf unserer Seite sein können, weil wir es alle gut gemacht haben“, sagte Lena Dürr. In den ersten beiden Runden bezwang das Quartett zunächst die Briten mit 3:1, lediglich Debütant Anton Tremmel verlor sein Duell mit – dem allerdings Besten – Dave Ryding.

Dann schlugen sie ebenso souverän Titelverteidiger Frankreich 3:1. Dabei gewann Geiger ihr Duell mit Riesenslalom-Weltmeisterin Tessa Worley, und Straßer bezwang den zweimaligen Saisonsieger im Slalom, Clement Noel.

Im Halbfinale gegen die Schweiz war das Glück zum ersten Mal nicht auf der Seite der Deutschen. Am Ende fehlten in der Neuauflage des Viertelfinalduells von Pyeongchang 0,20 Sekunden, womöglich, weil Straßer gegen Ramon Zenhäusern alles riskieren musste und nach einem Fehler beinahe ausgeschieden wäre.

Für die deutsche Mannschaft ist der vierte Platz immerhin das beste Resultat bei einem Großereignis seit dem Bronze-Gewinn von 2013 in Schladming.

Quelle: FAZ.NET
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