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Biathlon-Weltcup in Oberhof

Nur einer ist besser als Peiffer

 - 16:27

In Schneetreiben von Oberhof hat Olympiasieger Arnd Peiffer den Sieg um 15,1 Sekunden verpasst, den Biathlon-Damen gelang auch ohne Laura Dahlmeier eine grandiose Aufholjagd. Mit tollen Leistungen in den beiden Verfolgungsrennen haben die deutschen Biathleten am Samstag die Hoffnungen auf ein grandioses Finale der Weltcuprennen am Sonntag im Thüringer Wald genährt.

Nach seinem starken Auftritt wurde Peiffer von den 22.500 Zuschauern mit Ovationen gefeiert. „Ich freue mich riesig, vor dieser Kulisse ein gutes Ergebnis geschafft zu haben. Das ist einfach ein Erlebnis hier“, sagte der 31-Jährige im ZDF. Mit dem siebten Weltcup-Sieg im zehnten Saisonrennen zeigte Weltcup-Spitzenreiter Johannes Thingnes Bö abermals seine Klasse. Der Norweger setzte sich trotz dreier Strafrunden vor Peiffer (1 Fehler) und dem Italiener Lukas Hofer durch, der fehlerfrei geblieben war.

„Ich darf zum zehnten Mal hier teilnehmen, es ist so schön, man gewöhnt sich nie dran. Man ist wie erschlagen von der Geräuschkulisse“, sagte Peiffer nach seiner Biathlon-Gala. Sprint-Weltmeister Benedikt Doll vervollständigte als Siebter das gute deutsche Mannschaftsergebnis. Genau wie Johannes Kühn (Platz 31) musste der Schwarzwälder viermal in die Strafrunde. „Ich bin eigentlich schon zufrieden“, sagte Doll. Der frühere Weltmeister Erik Lesser verzichtet kurz vor dem Start „aus privaten Gründen“ auf einen Einsatz, Massenstart-Weltmeister Simon Schempp hatte sich nach einem schwachen Sprint erst gar nicht für das Jagdrennen qualifiziert.

Beim abermaligen Sieg der Italienerin Lisa Vittozzi kämpfte sich Franziska Preuß (2 Strafrunden) um 39 Ränge auf Platz sechs vor. „Der Sprint der war ein Satz mit X. Das passiert mal, das war ein Ausrutscher. Das war eher mein Leistungsvermögen“, sagte die 24-Jährige und befand: „Das tut der ganzen Mannschaft gut.“ Auch Denise Herrmann (4) und Karolin Horchler (1) machten einen großen Sprung nach vorne auf die Plätze neun und elf. Horchler hatte als 34. die Jagd aufgenommen, Herrmann war als 36. gestartet. Franziska Hildebrand (3) komplettierte als 24. den starken Auftritt der deutschen Damen. „Im Biathlon kann es am nächsten Tag wieder anders aussehen. Da musst du locker bleiben und dein Ding machen. Das ist uns heute gut gelungen“, sagte die ehemalige Langläuferin Herrmann. Horchler meinte: „Wir haben die richtige Antwort gegeben. Wenn in der Staffel jede ihr Ding macht, dann ist alles möglich.“

In der nächsten Woche in Ruhpolding werden Doppel-Olympiasiegerin Laura Dahlmeier und Staffel-Weltmeisterin Vanessa Hinz wieder in die Nationalmannschaft zurückkehren. „Vorausgesetzt, dass nicht wieder jemand krank wird, ist es fix, dass sie dazukommen“, sagte Damen-Trainer Florian Steirer. „Ich gehe davon aus, dass wir wieder ein gehöriges Wort vorn mitreden können“, meint der 37 Jahre alte Biathlon-Trainer. Der Damen-Sprint in der ChiemgauArena steht am Donnerstag (15. Januar) auf dem Wettkampfprogramm. Einen Tag zuvor starten die Männer in den zweiten Heim-Weltcup.

Rösch beendet nach Weltcup in Ruhpolding seine Karriere

Staffel-Olympiasieger Michael Rösch wird seine Biathlon-Karriere nach dem Staffelrennen beim Weltcup in Ruhpolding in der kommenden Woche beenden. „Ich werde bald zum ersten Mal Vater. Das ist für mich eigentlich der Hauptgrund, meine große Liebe Biathlon zu verlassen und mich bald meiner hoffentlich gesunden Familie mit 100 Prozent zuzuwenden“, sagte der 35-Jährige aus Altenberg, der mittlerweile für Belgien antritt, am Rande des Weltcups in Oberhof am Samstag mit Tränen in den Augen. „Es ist sehr emotional für mich und fällt mir auch schwer“, sagte Rösch weiter. Die Wahl auf Ruhpolding als Ort des Abschieds fiel nicht ohne Grund: „Für mich ist es ein emotionaler Ort, weil ich dort meinen ersten Staffelsieg und meinen ersten Einzelsieg errungen habe.“

Sollte die belgische Staffel im Laufe der restlichen Saison jedoch noch einmal Unterstützung benötigen, schloss Rösch einen weiteren Einsatz nicht aus. Mit der deutschen Staffel hatte der Sachse bei den Olympischen Winterspielen 2006 in Turin Gold gewonnen, bei den Weltmeisterschaften in den darauffolgenden drei Jahren holte er jeweils Team-Bronze. Im September 2012 gab Rösch bekannt, für die belgische Mannschaft an den Start zu gehen, erst im Januar 2014 wurde er aber eingebürgert. Mit Belgien nahm er im vergangenen Jahr an den Winterspielen in Pyeongchang teil. Seit seinem Weltcup-Debüt 2004 gewann Rösch je ein Rennen in Sprint und Verfolgung, der letzte Weltcup-Erfolg liegt aber bereits knapp 12 Jahre zurück. (sid)

Quelle: dpa
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