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Deutsche Eishockey Liga

Kölner Neustart mit Krupp am Rosenmontag

Von Marc Heinrich
Aktualisiert am 24.02.2020
 - 15:08
„Wieder zurück in Köln zu sein, ist etwas Besonderes für mich“: uwe Krupp
Siebzehn Spiele in Serie verloren die Kölner Haie in der Deutschen Eishockey Liga. Nun entlassen sie Trainer Mike Stewart und holen einen alten Bekannten mit großem Namen. Doch die Aufgabe ist nicht leicht.

Die Kölner Haie haben auf ihren Niedergang in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) reagiert und einen Personalwechsel vollzogen, der aufgrund der jüngsten Entwicklungen nicht mehr überraschend kam: Der bisherige Chefcoach Mike Stewart wurde mit sofortiger Wirkung beurlaubt. Seine Nachfolge tritt mit Uwe Krupp ein alter Bekannter an, dessen internationale Karriere einst im Rheinland seinen Anfang nahm. Am Rosenmontag, als in weiten Teilen der Stadt das Karnevalstreiben zur Mittagszeit für Partylaune sorgte, wurde von der Geschäftsstelle des Klubs die Entscheidung bekanntgegeben, von der sich des achtmaligen Titelträgers eine sportliche Trendumkehr und baldige Stimmungsverbesserung erhofft.

Zuletzt war das Treiben des DEL-Gründungsmitglieds, der sich in dieser Spielzeit eigentlich reif für eine Rückkehr an die Spitze der Tabelle wähnte, von den Anhängern fast nur noch mit Galgenhumor zu ertragen gewesen. Aus den vergangenen 17 Einsätzen gingen die erschreckend harmlosen Haie als Verlierer hervor. Daraus resultierte ein Absturz im Klassement auf den elften Platz. Eine Qualifikation für die Meisterschaftsendrunde, die im kommenden Monat beginnt, ist den Kölnern, die von bislang 47 Partien lediglich 16 gewinnen konnten, nur noch dann möglich, wenn die Konkurrenz Schützenhilfe leistet. Der Rückstand auf einen Pre-Play-off-Rang beträgt zwölf Punkte.

Für Krupp, der einen Kontrakt bis April 2022 unterschrieb, steht zunächst die Schadensbegrenzung im Mittelpunkt. „Wieder zurück in Köln zu sein, ist etwas Besonderes für mich. Ich freue mich sehr auf die Aufgabe, danke dem KEC und seinen Gesellschaftern für das Vertrauen und spüre dabei auch eine große Verantwortung“, sagte er: „Kurzfristig geht es darum, alle an Bord zu haben, um die aktuelle Saison so gut wie möglich abzuschließen.“

Der 54-Jährige stand zuletzt bei Sparta Prag unter Vertrag. Die Tschechen entließen ihn Ende Januar. Der frühere Stanley-Cup-Gewinner (1996 und 2002) und ehemalige Bundestrainer, der schon von 2011 bis 2014 die Haie betreute und zweimal das DEL-Finale erreicht hatte, machte sich um der Schwere der Aufgabe keine falschen Vorstellungen. Grundsätzlich sieht er den Traditionsverein aber „gut aufgestellt“. Die Haie hätten „eine riesige Bedeutung“ für Köln, und er wolle „mithelfen, dass wir sportlich wieder erfolgreich werden“.

Im Februar hatte sich der Klub schon von Sportdirektor Mark Mahon getrennt, der für eine falsche Kaderzusammenstellung verantwortlich gemacht wurde. Im Frühsommer laufen im zwei Dutzend Mann zählenden Kader der Haie nicht weniger als 16 Arbeitspapiere aus. Geschäftsführer Philipp Walter bezeichnete Krupps Rückholaktion „auch als Signal an unsere Mannschaft und unsere Fans“. Vorgänger Stewart habe bis zuletzt „alles reingehauen, was er hatte. Er hat sich für den KEC aufgeopfert. Dafür sind wir ihm alle sehr dankbar“, sagte Walter.

Und er fügte an: „Die jüngste Entwicklung hat an Dynamik und Wucht nochmal derart zugenommen, dass wir feststeckten. Der erhoffte Neustart nach der Pause blieb trotz vieler Maßnahmen und höchstem Engagement aus.“ Für den neuen Chefcoach komme es nun in erster Linie darauf an, schon jetzt einen Eindruck über die Möglichkeiten zu erhalten und nicht erst im Sommer. „So gewinnen wir wertvolle Zeit“, sagte Walter. Krupp solle die Runde „zu einem würdigen Abschluss bringen“. An diesem Dienstag im Heimspiel gegen Wolfsburg besteht dazu die erste Gelegenheit.

Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Heinrich, Marc
Marc Heinrich
Sportredakteur.
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