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Deutsche Biathlon-Enttäuschung

„Wie 0:4 gegen Österreich“

Aktualisiert am 13.12.2019
 - 13:15
Denise Herrmann in Hochfilzen: Platz 41 – und damit noch die Beste.
Kollektiver Blackout beim Weltcup in Hochfilzen: als beste Deutsche landet Denise Herrmann beim Sprint auf Rang 41. Ein schlechteres Ergebnis gab es für deutsche Biathletinnen noch nie.

Drei Schießfehler im Sprint: Das kann Denise Herrmann deutlich besser. Aber magere 70 Prozent Trefferquote allein liefern keine hinreichende Erklärung, weshalb die ansonsten läuferisch so starke Verfolgungs-Weltmeisterin von Östersund am Freitag im Tiroler Biathlonzentrum Hochfilzen auf Platz 41 im Sprint landete. Noch dazu mit 1:28,3 Minuten Rückstand auf die Tagessiegerin Dorothea Wierer aus Südtirol, die mit einem Schießfehler vor Ingrid Landmark Tandrevold (1 Fehler) aus Norwegen und der Russin Swetlana Mironowa (0) gewann.

Und wenn man bedenkt, dass Denise Herrmann mit einer für ihre Verhältnisse indiskutablen Leistung noch die Beste in einer indisponierten deutschen Mannschaft war, dann bekommt der Auftritt der DSV-Frauen zum Auftakt des Biathlon-Weltcups in Hochfilzen eine besonders düstere Note. Vanessa Hinz (2 Fehler) auf Rang 42, Anna Weidel (1), Franziska Hildebrand (1), Franziska Preuß (3) und Karolin Horchler (3) auf den Plätzen 49, 50, 54 und 64. Als „ziemliche Katastrophe“ bezeichnete Denise Herrmann den Wettkampf: „Wir haben uns allesamt ziemlich unter Wert verkauft“, sagte die 30 Jahre alte Oberwiesenthalerin und empfahl: „Das Rennen müssen wir abhaken.“

Es war insgesamt das schwächste Weltcup-Ergebnis für die deutschen Skijägerinnen überhaupt. Und es weckt Erinnerungen an den Januar dieses Jahres, als ausgerechnet beim Heim-Weltcup in Oberhof Karolin Horchler als 34. im Sprint das beste deutsche Ergebnis geliefert hatte. Damals waren die beiden neuen Trainer Kristian Mehringer und Florian Steirer stark in die Kritik geraten. Zum Glück kam dann in Ruhpolding die Wende.

Im Dezember 2019 gab es nach dem durchwachsenen Auftritt beim Weltcup-Auftakt in Östersund nun beim Nachbarn in Hochfilzen einen kollektiven Blackout: deutlich zu viele Schießfehler, läuferisch nicht konkurrenzfähig. „Es hat überhaupt gar nichts zusammengepasst. Von vorne bis hinten“, sagte Mehringer. Der neue Sportchef Bernd Eisenbichler verglich die missratene Vorstellung Auftritt mit einer Fußball-Klatsche gegen den kleinen Nachbarn. „Das fühlt sich an wie ein 0:4 gegen Österreich“, sagte der Bayer. „Es war ein schlechtes Ergebnis von der ganzen Mannschaft. Wir werden analysieren, woran es gelegen hat“, so Eisenbichler.

Einen ersten Hinweis lieferte Denise Herrmann: „Beim Laufen – ganz selten bei uns – ist das Material nicht so gut gerutscht. Da tut man sich auf der Strecke schwerer, wenn man Leuten auf der Abfahrt nicht hinterherkommt, die man sonst locker im Griff hat. Das zieht ein bissel mit in den Schießstand rein.“ Sollte es tatsächlich auch eine Materialfrage gewesen sein, wären jetzt die Skitechniker gefordert. Die Skijägerinnen sowieso. „Die Mädels müssen in der Staffel am Samstag eine Antwort geben“, fordert Mehringer.

Die Männer machten es besser, ohne zu überzeugen. Benedikt Doll (2 Fehler) war am Freitag als Elfter im Sprint bester deutscher Biathlet. Der Norweger Johannes Thingnes Bö holte sich trotz Strafrunde den zweiten Saisonsieg, vor Simon Desthieux/Frankreich und dem Russen Alexander Loginow.

Quelle: FAZ.NET
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