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Ski alpin in Lake Louise

Rebensburg rast beim Weltcup-Super-G zum Sieg

Aktualisiert am 08.12.2019
 - 21:34
Ganz schön ekstatisch dafür, dass sie von einer angenehmen Fahrt sprach: Super-G-Siegerin Viktoria Rebensburg
Viktoria Rebensburg ist in bestechender Speed-Form. Die Skirennfahrerin gewinnt den Super-G in Lake Louise und zeigt dabei auch der Weltcupführenden die Grenzen auf.

Mit einer makellosen Vorstellung hat Viktoria Rebensburg den Super-G von Lake Louise gewonnen und einen perfekten Abschluss des Nordamerika-Trips gefeiert. Die Skirennfahrerin vom Tegernsee setzte sich am Sonntag mit 0,35 Sekunden vor Nicol Delago aus Italien und 0,42 Sekunden vor der drittplatzierten Corinne Suter aus der Schweiz durch. „Es hat sich gar nicht so schnell angefühlt. Es war eine ruhige Fahrt, das ist im Super-G oft nicht so ein gutes Zeichen, wenn es zu rund läuft. Aber es war sehr fein gefahren“, sagte die 30-Jährige im ORF nach ihrem 18. Weltcup-Sieg. „Hier zu gewinnen ist absolut etwas Besonderes.“

Rebensburg war in ihrer Paradedisziplin Riesenslalom in dem Winter noch nicht in Schwung gekommen – dafür passt die Form in den Speed-Disziplinen. Schon bei den beiden Abfahrten in Lake Louise hatte sie am Wochenende als Vierte und Neunte überzeugt. „Ich habe schon ein bisschen gewartet, hier auf dem Podium zu stehen“, sagte sie.

Mit ihrem 18. Weltcup-Erfolg fehlen Rebensburg nur noch zwei zu Hilde Gergs 20 Siegen und der deutschen Top drei im ewigen Ranking: Dieses führt Katja Seizinger (36 Siege) vor Maria Höfl-Riesch und Gerg an. Seizinger war übrigens die bis dato letzte deutsche Rennfahrerin, die 1997 zwei oder mehr Super-G nacheinander gewinnen konnte. Dieses Kunststück gelang nun auch Rebensburg, die auch beim Weltcup-Finale im Frühjahr in Andorra in dieser Disziplin erfolgreich gewesen war.

„Ein perfekter Tag für ein Skirennen“, hatte sie vor dem Start in Kanada noch gesagt, nachdem nach zwei windigen und verschneiten Tagen die Sonne schien. Dies nutzte Rebensburg, machte keine Fehler und war nicht zu schlagen. Zum Vergleich: Sowohl Abfahrts-Siegerin Nicole Schmidhofer aus Österreich als auch die Weltcup-Gesamtbeste Mikaela Shiffrin aus den Vereinigte Staaten waren mehr als eine Sekunde langsamer. Ihr Lohn: Ein Cowgirl-Hut und umgerechnet rund 41.000 Euro Preisgeld.

Kira Weidle wurde 24. und lag einen Platz vor Michaela Wenig. Katrin Hirtl-Stanggaßinger kam auf Rang 27 und erstmals in ihrer Karriere in die Punkteränge. Veronique Hronek und Patrizia Dorsch schieden aus.

Luitz nach Sensationssieg im vergangen Jahr und der Debatte um das Sauerstoffzelt diesmal früh raus

Vorjahressieger Stefan Luitz hat beim Weltcup-Riesenslalom im amerikanischen Beaver Creek eine herbe Enttäuschung erlebt. Der 27-Jährige schied im zweiten Saisonrennen in seiner Paradedisziplin nach knapp 30 Fahrsekunden aus. Schon beim Auftakt in Sölden hatte Luitz als 16. sein Leistungsvermögen nicht ausgeschöpft. Beim überraschenden ersten Weltcup-Erfolg des Amerikaners Tommy Ford war Alexander Schmid (Fischen/+3,12 Sekunden) auf Platz 20 der einzige Deutsche in den Punkterängen. Fritz Dopfer (Garmisch) verpasste den zweiten Durchgang klar.

Luitz unterlief bei starkem Schneefall und dadurch schlechter Sicht im ersten Lauf schon am dritten Tor ein schwerer Fehler, nur mit großer Mühe hielt er sich im Kurs. Bei der ersten Zwischenzeit lag der Allgäuer bereits 1,78 Sekunden zurück, kurz vor der zweiten Messung rutschte er aber auf dem Innenski weg und schied aus. Nach seinem Malheur saß er am Streckenrand schwer atmend im Schnee und griff sich verärgert an den Helm. Vor zwölf Monaten hatte Luitz (Bolsterlang) an gleicher Stelle seinen ersten und bislang einzigen Weltcup-Sieg eingefahren. Der Erfolg war ihm in der „Sauerstoff-Affäre“ zwischenzeitlich aberkannt und erst im März vom Internationalen Sportgerichtshof Cas wieder zugesprochen worden. (sid)

Quelle: dpa/sid
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