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Ski alpin

Fast alles wieder gut

Von Achim Dreis
 - 13:08
Überraschungssiegerin: Lara Gut-Behrami hatte seit drei Jahren keine Abfahrt mehr gewonnen.

Der Friedensgipfel vom Schliersee ist erfolgreich verlaufen. Die derzeit verletzte Skiläuferin Viktoria Rebensburg und der mitunter in seinen Aussagen etwas überdeutliche Alpinchef des Deutschen Skiverbandes (DSV), Wolfgang Maier haben ihre Irritationen bei einem Treffen im Heimatort von Olympiasieger Markus Wasmeier bereinigt. „Es ist alles besprochen, alles geklärt, alles gut“, erklärte DSV-Pressesprecher Ralph Eder auf Anfrage des Sport-Informations-Dienstes.

Maier hatte Rebensburg vorgeworfen, es im Training mitunter zu locker angehen zu lassen, weshalb sie gegenüber den fleißigen Siegfahrerinnen dieser Zeit nicht mehr wirklich konkurrenzfähig sei. Prompt fuhr Rebensburg nach der harschen öffentlichen Kritik zunächst noch weiter hinterher, gewann dann aber in Garmisch-Partenkirchen zum ersten Mal in ihrer Karriere eine Weltcup-Abfahrt. Leider verletzte sie sich am Tag danach bei einem Sturz im Super-G schwer. Wegen der dabei erlittenen Schienbeinfraktur und der einhergehenden Innenbandverletzung weilte sie nun zur Behandlung bei ihrem Physiotherapeuten Max Merkel in Schliersee. Maier stieß hinzu, man sprach sich aus, nun sei die Sache geklärt. Unklar ist allerdings weiterhin, wann sie in den Weltcup zurückkommen kann.

Weidle auf Rang 22

Dass Viktoria Rebensburg dem deutschen Speed-Team bitter fehlt, erwies sich einmal mehr an diesem Freitag bei der Abfahrt in Crans Montana. Kira Weidle kam als beste Deutsche auf Rang 22 ins Ziel. Ihr Rückstand nach knapp 90 Fahrsekunden betrug satte 2,44 Sekunden, und das obwohl sie die eher günstige frühe Startnummer 3 erwischt hatte. „Es war nicht mein Tag, es waren einfach viel zu viele Fehler", sagte Weidle, die mit den weichen Verhältnissen im Wallis nicht zurecht kam, gegenüber der ARD. Es sei eben schwierig, „wenn das Selbstvertrauen nicht so riesig ist.“ Patrizia Dorsch (+3,44) belegte Rang 31. Michaela Wenig und Veronique Hronek schieden aus.

Den Sieg sicherte sich völlig überraschend die frühere Gesamt-Weltcupsiegerin Lara Gut-Behrami aus der Schweiz, die seit mehr als zwei Jahren kein Weltcup-Rennen und seit drei Jahren keine Abfahrt mehr gewonnen hatte und zuletzt eher mit Mittelfeldplazierungen zufrieden sein musste. Die 28-Jährige ging sogar mit der ziemlich ungünstigen hohen Startnummer 18 ins Rennen auf der sonnigen Stecke – zeigte aber eine famose Vorstellung, obwohl sie es sonst immer eher eisig liebte. Sie siegte in einer Zeit von 1:27,11 Minuten mit deutlichen 0,80 Sekunden Vorsprung auf ihre Teamkollegin Corinne Suter, die damit ihre Führung in der Abfahrts-Wertung (397) vor Super-G-Olympiasiegerin Ester Ledecka aus Tschechien (277) ausbaute, die diesmal nur Elfte wurde. ausbaute. Rang drei ging an Stephanier Venier (+0,92) aus Österreich.

Ebenso überraschend wie der Sieg von Lara Gut-Behrami mutete das Resultat der slowakischen Slalom-Spezialistin Petra Vlhova an, die mit der günstigen Startnummer 2 auf Rang vier vorfuhr und ihr bislang bestes Abfahrts-Resultat realisierte. Damit rückt sie im Gesamt-Weltcup mit nun 1121 Punkten um 50 Zähler näher an die Amerikanerin Mikaela Shiffrin (1225) heran, die nach dem plötzlichen Tod ihres Vaters keine Rennen mehr bestritt – und deren Rückkehr auch weiter ungewiss ist.

Überschattet wurde der Tag vom schweren Sturz der Österreicherin Elisabeth Reisinger, die nach einem Verschneider ihrer Ski im Fangzaun landete. Sie musste mit dem Rettungshubschrauber abtransportiert werden, nachdem sie zuvor unter lauten Schmerzensschreien minutenlang versorgt worden war. Wie der Österreichische Skiverband (ÖSV) am Nachmittag mitteilte, erlitt sie bei dem Sturz einen Riss des vorderen Kreuzbandes im linken Knie und eine Prellung des Schienbeinkopfes. Ihre Saison ist damit vorzeitig beendet.

Quelle: FAZ.NET
Autorenporträt / Dreis, Achim
Achim Dreis
Sportredakteur.
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