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FAZ plus ArtikelSkistars Vonn und Svindal

Letzte Abfahrt Are

Von Achim Dreis
Aktualisiert am 09.02.2019
 - 08:20
Kaum zu stoppen: Abfahrer Aksel Lund Svindalzur Bildergalerie
Lindsey Vonn und Aksel Lund Svindal waren fast zwei Jahrzehnte prägende Figuren im alpinen Skizirkus – und könnten unterschiedlicher kaum sein. An diesem Wochenende gehen zwei große Karrieren zu Ende.

Da lag sie mal wieder im Fangnetz und dachte: „Was mache ich hier? Ich bin zu alt für den Scheiß.“ Zumindest schilderte Lindsey Vonn mit diesen derben Worten ihr Innenleben nach dem Sturz im Super-G bei dieser WM in Are. Dazu lachte die 34-Jährige ein sehr amerikanisches Lachen und versuchte der versammelten Ski-Szene zu zeigen: Ich bin immer noch die Coolste von allen, auch wenn ich nicht mehr so gut Ski fahren kann, wie ich dachte. Der erste Akt von Lindsey Vonns Abschiedsvorstellung sah ihr mal wieder sehr ähnlich. Und der zweite auch: Erst großes Drama, dann große Show. Und egal, wer letztlich das Rennen gewonnen hatte. Die Skiwelt drehte sich immer noch um sie – zumindest an diesem Nachmittag.

Es ist gerade mal drei Wochen her, nach einem eher enttäuschend verlaufenen Comeback in Cortina d’Ampezzo, dass sie eingesehen hatte: So geht es nicht weiter. „Mein Körper ist gebrochen. Er lässt mich nicht die Abschlusssaison fahren, von der ich geträumt hatte. Mein Körper schreit mich an, aufzuhören – und es ist tatsächlich an der Zeit, ihm zuzuhören.“ Eigentlich wollte sie ja so lange fahren, bis sie den Rekord des schwedischen Schweigers Ingemar Stenmark von 86 Weltcupsiegen gebrochen hatte. Doch wer sie bei ihrem etwas ungeschickten Torfehler im Super-G von Are sah, fragte sich unwillkürlich, ob da ein altes Zirkuspferd nicht etwas zu lange in der Manege geblieben war.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Dreis, Achim
Achim Dreis
Sportredakteur.
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