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Hemingway
im Hürtgenwald

REINER BURGER
Gute Freunde: Ernest Hemingway (links) und Colonel Charles T. Lanham posieren im September 1944 mit beschlagnahmter Artillerie.

07.12.2019 · Der amerikanische Schriftsteller nahm vor 75 Jahren an der grausamen Schlacht bei Aachen teil. Seine traumatischen Erlebnisse im Hürtgenwald brachte er aber nur in Ansätzen zu Papier.

S chon seit dem D-Day hatte Ernest Hemingway als Kriegsreporter für das amerikanische Investigativ-Magazin „Collier’s“ über die Etappensiege der Alliierten im Zweiten Weltkrieg berichtet. Und in Paris hatte er das Nobel-Hotel Ritz auf eigene Faust „befreit“. Dort logierte er nun, gab feuchtfröhliche Partys – und brach regelmäßig zu Exkursionen in den Krieg auf.

Mitte November 1944 wollte der Schriftsteller noch einmal an vorderster Front dabei sein. Sein Plan: im Hürtgenwald an der Operation Queen teilzunehmen, mit der die Amerikaner endlich den erbitterten deutschen Widerstand in der Eifel brechen wollten, um am Fluss Rur Brückenköpfe für die Rhein-Überquerung zu bilden und dann zügig ins Reich vorzudringen. Es war ein Helden-Szenario ganz nach dem Geschmack des weltmännischen Draufgängers und großspurigen Waffennarren.

Im Hürtgenwald schloss er sich dem 22. Regiment der 4. amerikanischen Infanteriedivision an, das Charles T. Lanham befehligte. Der Colonel und der Autor hatten sich im Juli in der Normandie kennengelernt. Die strengen Regularien für Kriegsreporter interessierten Lanham ebenso wenig wie Hemingway. Also konnte der Schriftsteller nach eigenem Belieben Waffen tragen und an der Front aktiv ins Geschehen eingreifen. An der Seite Lanhams, so glaubte Hemingway, würde einem Abenteuer nun auch im herbstlichen Hürtgenwald nichts im Weg stehen.

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Quelle: F.A.Z. Magazin

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