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Der Vormarsch der Flexitarier

Sandra Forster in ihrer Küche zu Hause

Die Zahl veganer Restaurants steigt, aber was bedeutet das wirklich? Gastro-Pionierin Sandra Forster über Genuss ohne Fleisch, alte Vorurteile und seltsame Gerüche in der Küche.

03.01.2019
Text: ANNE AMERI-SIEMENS
Fotos: DANIEL DELANG

FRANKFURTER ALLGEMEINE QUARTERLY: Die Zahl veganer Restaurants in Deutschland hat in den letzten Jahren zugenommen, wird sie weiter wachsen?

SANDRA FORSTER: Vegane Ernährung ist in meinen Augen kein Trend, sondern der logische Schluss aus der Auseinandersetzung damit, wie wir mit unserer Umwelt und mit anderen Lebewesen umgehen. Ich denke, dass in den westlichen Gesellschaften in Zukunft immer weniger Fleisch gegessen werden wird. Dazu muss man sagen: Wir befinden uns ja in der luxuriösen Situation, diese Entscheidung überhaupt treffen zu können. Im globalen Süden kann man das einfach nicht, zumindest nicht in der aktuellen Situation und wohl auch nicht in der nahen Zukunft, weil es das Angebot und die Wahlmöglichkeit gar nicht gibt. Uns bieten Supermärkte das ganze Jahr über zahlreiche Gemüsesorten, Nüsse und Hülsenfrüchte an. Vegane Ernährung wird ja oft als Verzicht betrachtet, aber das ist natürlich Unsinn.

Eine Geschichte aus der aktuellen Ausgabe des Magazins der F.A.Z. „Frankfurter Allgemeine Quarterly“

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FAQ: Was genau ist daran Unsinn?

FORSTER: Das Vorurteil, vegane Ernährung könne zu Mangelerscheinungen führen. Es gibt von Peta eine Grafik, die sehr genau aufzeigt, wie man sich ausgewogen ernährt, so dass es dem Körper an nichts fehlt.

FAQ: Welches Publikum geht heute in vegane Restaurants?

FORSTER: Generell sind es Menschen, die sich für die Themen Umwelt, Gesundheit, gutes Körpergefühl interessieren. Soweit ich es sagen kann, sind es in der Mehrzahl Frauen, aber natürlich kommen auch Männer. Viele Gäste gehören meiner Generation an, sie machen etwa die Hälfte aus. Die andere Hälfte sind Millennials. Ältere Gäste, also aus der Generation meiner Eltern, sind eher selten.

Illustrationen in ihrem Münchner Restaurant „Blitz“

FAQ: Leben Sie konsequent vegan?

FORSTER: Ich bin seit Jahrzehnten Vegetarierin und habe auch eine Zeitlang vegan gelebt. Ab und zu verwende ich heute Ziegenkäse für Gerichte, das ist aber das einzige tierische Produkt, das ich esse – und auf das ich einfach ungern verzichte. Das lässt sich mit meiner Einstellung zu Tierhaltung und Umweltthemen gut vereinbaren.

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Quelle: Frankfurter Allgemeine Quarterly