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FAZ plus ArtikelHeilpflanze Ingwer

Der wunderbare Wurzelstock

Von Marie Eickhoff
 - 20:48
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Die wundersam wohltuende Wirkung des Ingwers ist gerade wieder überall zu beobachten. Jeder, der erkältet ist, scheint Ingwertee zu schlürfen. Aber was kann die Knolle wirklich? Mehr, als Sie wahrscheinlich denken. Wer schon mal seinen Ingwertee zu lange hat ziehen lassen oder wer auf ein rohes Stück Ingwer beißt, spürt zunächst einmal Scharfstoffe. Das ist kein Wunder: In der Knolle stecken etwa drei Prozent ätherisches Öl sowie die Stoffe Gingerol und Shogaol, die den Ingwer würzig schmecken lassen. Sie brennen im Mund, lassen die Nase laufen, und alles fühlt sich etwas wärmer an. Die bioaktiven Stoffe des Ingwers liegen dabei in kleinen Öltropfen unter der Schale der Knolle. Damit sich die Wirkung entfalten kann, sollte man den Ingwer nicht schälen. Erst wenn die Stoffe auf die Schleimhaut im Mund treffen, regen sie wie durch einen Reflex die Speichelproduktion an sowie im Magen-Darmtrakt die Produktion von Verdauungssäften. Ingwer unterstützt so die Verdauung und hilft zum Beispiel bei Übelkeit. In der traditionellen chinesischen Medizin wird Ingwer auch gegen Migräne eingesetzt und gilt als geheimes Potenzmittel.

Seit einigen Jahren beschäftigt sich auch die Wissenschaft mit den Bestandteilen von Ingwer und macht Studien mit der Knolle. Die haben ebenfalls bestätigt, dass Ingwer der Übelkeit entgegenwirkt, zum Beispiel während der Schwangerschaft. Außerdem sollen die Scharfstoffe in der Knolle Schmerzen lindern. Die Wirkung kann etwa während der Periode eingesetzt werden, bei Arthrose oder bei Muskelschmerzen. Insgesamt wirkt Ingwer entzündungshemmend und – so beschreiben es die Anhänger der asiatischen Medizin – wärmend von innen. Deshalb wird Ingwer bei Erkältungen empfohlen. Erste Studien zeigen, dass Ingwer bei altersbedingten Nervenstörungen helfen könnte und eventuell beim Abnehmen. Allerdings schwanken die Ergebnisse noch, oder die Versuchsgruppen sind zu klein, um ernsthafte Ratschläge auszusprechen.

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Beide Rezepte sind aus Inga Pfannebeckers Buch: „Currys. Spicy One-Pot-Wonders“, Gräfe und Unzer, 64 Seiten, 8,99 Euro.

Quelle: F.A.S.
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