FAZ plus ArtikelKreuzkümmel

Die Wunderwaffe aus dem Gewürzschrank

Von Julia Bähr
11.03.2021
, 11:36
Er hat einen edel erdigen Geschmack, soll gegen Stress helfen und sogar schlank machen: Warum kochen überhaupt noch Menschen ohne Kreuzkümmel?

Eines muss von vornherein klar sein: Mit Kümmel, diesem irritierenden Gewürz, das man allenfalls in Zwiebelkuchen dulden kann, hat Kreuzkümmel nicht viel zu tun. Beide sind Doldenblütler, aber da hören die Gemeinsamkeiten schon auf – während Kümmel mit seiner Dominanz ein ganzes unschuldig aussehendes Brötchen unangenehm nach Anis schmecken lassen kann, unterstützt Kreuzkümmel mit seiner erdigen Note sowie feiner Bitterkeit und Schärfe fast jedes Gericht. In seinen Herkunftsregionen, nämlich dem Nahen Osten und Nordafrika wird es deshalb großzügig verwendet. Auch Länder wie Indien, Mexiko, Griechenland und die Türkei haben längst nachgezogen, während Kreuzkümmel hierzulande vielen noch als Exot gilt, der nur selten zum Einsatz kommt. Das ist ein großer Fehler.

Denn das Gewürz passt ideal zu etlichen Zutaten. Lammfleisch, Huhn, Linsen, Kartoffeln, Kichererbsen, Aubergine, Süßkartoffel, Kürbis, Karotte – die Liste ist schier endlos. Chili con Carne etwa verleiht es einen wunderbar intensiven Geschmack. Die wahre Frage lautet also nicht „Wozu passt Kreuzkümmel?“, sondern „Wozu passt Kreuzkümmel nicht?“. Und es gibt wenig Antworten darauf. Sogar ein schlichtes Rührei verbessert das Gewürz um Längen. Aber Studien zu Stress, Cholesterin, Gewicht und Gehirnleistung deuten darauf hin, dass es noch viel mehr kann.

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