Rezept für Brotsalat

Der perfekte Mittagssnack im Büro

Von Claus Eckert
28.09.2021
, 11:53
Zweiter Gang: Das Weißbrot vom Vortag ist eine hervorragende Basis für einen italienischen Brotsalat.
Altes Brot ist ein Fall für die Brotsammeltüte fürs Pferd? Mitnichten! So kann Upcycling schmecken: Panzanella ist ein Salat aus der Resteküche und eignet sich perfekt als Mittagssnack im Büro.
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Die Party ist vorbei, die Gäste sind fort, und da liegt es dann: das übrig gebliebene Weißbrot. Am nächsten Tag hat man auch nicht mehr so richtig Lust darauf. Ein Fall also für die Brotsammeltüte fürs Pferd? Mitnichten!

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Schneiden Sie das altbackene Baguette, Weißbrot oder Ciabatta, gut 150 g, in 2–3 cm große Würfel und rösten Sie diese in einer schweren Pfanne bei milder Hitze gleichmäßig an, bis es stellenweise etwas Farbe bekommt. Sehr feinporiges Brot schneiden Sie besser in kleinere Würfel. Die zu dunkel gewordenen Krümel aussieben, zum Beispiel im Gemüsesieb, und weg damit. Kochen Sie einen Sud aus 150 ml Wasser und 6 EL Rotweinessig mit einem Lorbeerblatt auf. Lassen Sie ihn abkühlen und gießen Sie ihn gleichmäßig über die ebenfalls abgekühlten angerösteten Würfel und vermengen alles. Die Würfel sollen gleichmäßig leicht feucht, nicht nass werden.

Vierteln Sie etwa 300 g Tomaten und drücken Sie mit der Daumenkuppe beherzt die Kerne heraus. Die Viertel in grobe Stücke schneiden. Oder halbieren Sie die adäquate Menge Kirsch- oder Cocktailtomaten. Würfeln Sie eine halbe Gemüsegurke, aus der Sie die Kerne mit einem Löffel herausgekratzt haben. Stellen Sie die übriggebliebenen wässerigen Kerne von Tomate und Gurke beiseite – vielleicht brauchen wir sie später noch, oder sie lassen sich anders verwerten.

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Schneiden Sie 2–3 Frühlingszwiebeln in Ringe, großzügig auch das Grün. Haben Sie noch anderes Gemüse im Kühlschrank, zum Beispiel Paprika? Putzen und fein würfeln. Nun vermengen Sie die getränkten Brotwürfel mit dem kleingeschnittenen Gemüse. Das Brot zieht auch etwas Wasser aus dem Gemüse.

Hat jeder eigentlich immer im Haus: Tomaten lassen an italienische Sommerabende denken.
Hat jeder eigentlich immer im Haus: Tomaten lassen an italienische Sommerabende denken. Bild: Claus Eckert

Das arme Pferd

Bereiten Sie ein Dressing aus 6 EL Olivenöl, 1–2 geriebenen Knoblauchzehen, 2 EL Kapern (mit etwas Sud) und zwei Handvoll einer Mischung aus frischer gehackter Petersilie, Basilikum und Pfefferminze. Bei den Kräutern überlasse ich Sie Ihrem guten Geschmack und der Verfügbarkeit in Garten und Balkonkästen. Aber nehmen Sie die Stängel dazu, da steckt viel Geschmack drin, und sie geben dem Salat zusätzlich subtilen Biss. Mit Pfeffer und Salz nicht zu dezent abschmecken. Gießen Sie das Dressing gleichmäßig über die Brot-Gemüse-Mischung und bewegen Sie diese dabei.

Das übrig gebliebene Weißbrot wird zum leckeren Salat.
Das übrig gebliebene Weißbrot wird zum leckeren Salat. Bild: Claus Eckert

Jetzt ist erstmals Zeit, das Werk auf seine Konsistenz zu prüfen. Sollte es schon offensichtlich zu trocken sein, geben Sie gleichmäßig von der Tomaten-Gurken-Flüssigkeit hinzu. Vielleicht noch einen Spritzer Essig, einen zusätzlichen Schuss Olivenöl? Wieder vorsichtig durchmischen, wir möchten ja keinen Brei anrichten, und etwa eine Stunde kühl durchziehen lassen. Der Salat ist eine Mahlzeit für mehrere Personen, am nächsten Tag ein Mittagssnack im Büro oder wieder ein Grund, ein paar Gäste einzuladen. Und stellen Sie sich vor, es wären jetzt noch zerpflückte Stücke eines Büffelmozzarellas darin... Das arme Pferd. Die nächste Brottüte wird wohl auf sich warten lassen.

Quelle: F.A.Z Magazin
Autorenporträt / Eckert, Claus
Claus Eckert
Bildredakteur.
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