FAZ plus ArtikelAlgenanbau in Deutschland

Wie ein Schweinezüchter Bioalgen produziert

Von Eva Goldschald
19.06.2022
, 17:35
Nasse Algenmasse: Während man in Japan schon im 8. Jahrhundert Algen anbaute, um sie zu essen, war dieses Nahrungsmittel in Europa bis kurz vor der Jahrtausendwende unbekannt.
Algen gelten als Superfood aus dem Meer. Dabei kann man sie sogar auf einem deutschen Acker züchten. Wie geht das? Und ist es nachhaltig? Zu Besuch auf einer Algenfarm.
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Er taucht seine große, kräftige Hand in das tiefgrüne Wasser. Wie in einer Suppenkelle sammelt sich Flüssigkeit auf seiner inneren Handfläche. Dann öffnet er die Hand, das flüssige Grün gleitet über die Haut und füllt jede einzelne Pore mit Farbe. Ein feiner, seifiger Film bleibt zurück. Er verreibt ihn zwischen Daumen, Zeigefinger und Mittelfinger.

Das Becken, in dem Ulrich Averberg seit gut zwei Jahren seine Spirulina-Algen anbaut, misst nur 15 Zentimeter Höhe. Aber das Wasser ist so dunkel, als würde es mehrere Meter in die Tiefe reichen. Zehn Becken von insgesamt 330 Kubikmetern befinden sich in dem 2500 Quadratmeter großen Gewächshaus in Vornhelm, Westfalen, das zum Hof des Algenfarmers gehört. Die Konstruktion stammt aus den Niederlanden und ist gebraucht. 14 Tage dauerte der Aufbau insgesamt. Würde Averberg das Gewächshaus wieder abbauen lassen, die Punktfundamente aus Beton abtragen und einmal mit dem Pflug den Boden umgraben, könnte er den Acker wieder bewirtschaften.

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Quelle: F.A.S.
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