FAZ plus ArtikelWeinhändler im Gespräch

„Für Rotwein bestelle ich immer einen Eiskühler“

Von Peter Badenhop
09.10.2020
, 12:41
Auch ein Rotwein kann zu warm werden: Weinhändler Heiner Lobenberg verrät, welche Temperatur ein Rotwein maximal haben sollte. (Symbolfoto)
Mit einem Wein aus dem Tetrapak fing es an, heute bietet der Bremer Weinhändler Heiner Lobenberg über 5000 Weine an. Im Interview spricht er über Stehvermögen bei Proben und darüber, wie viel ein guter Wein kosten sollte.

Herr Lobenberg, können Sie sich an den ersten Wein erinnern, den Sie je getrunken haben?

Das war ein Vin de Pays de l'Hérault, ein Landwein aus Südfrankreich. Als ich anfing zu studieren, gab es den im Tetrapak bei Aldi. Ich komme aus einer Bier- und Schnapsregion, aus Lingen an der Ems – da trank man keinen Wein. Damit habe ich erst als Student angefangen, aber auf sehr niedrigem Niveau. Der Umschwung kam, als mir meine vier WG-Mitbewohner zum Geburtstag eine Flasche Beaujolais geschenkt haben. Keinen Primeur, sondern schon einen Cru, ich glaube einen Fleurie. Der kostete damals zehn Mark, das war für mich richtig viel Geld. Als ich den getrunken habe, war das für mich quasi eine Grenzerfahrung. Da habe ich gedacht: „Irre, was es nicht alles gibt!“ Und war ein für alle Mal angefixt.

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Quelle: F.A.Z. Magazin
Peter Badenhop - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Peter Badenhop
Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.
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