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Angst vor der neuen Freiheit?

Von Alexander Jürgs
01.06.2021
, 19:02
In raschen Schritten wird nun gelockert, das Leben kehrt zurück. Doch manch einer fühlt sich von den neuen Freiheiten überfordert. Ist er deshalb ein Angsthase?

Am Wochenende, im Kronberger Waldschwimmbad, am ersten Tag, an dem das Freibad im Taunus öffnen darf. Das Wasser ist noch recht kalt, die Gänsehaut trotzdem schnell überwunden, die ersten paar Bahnen im 50-Meter-Becken fühlen sich einfach nur wahnsinnig gut an. Ein halbes Jahr waren die Schwimmbäder nun zu, jetzt darf man wieder hinein, mit dem üblichen und längst eingeübtem Pipapo: Online-Ticket buchen, Kontaktdatenerfassung, Maske bis zum Beckenrand.

Das Prozedere schreckt schon lange niemanden mehr ab. Schon am Morgen, zum ersten „Zeitfenster“, ist das Bad gut besucht. Und irgendwie, so nimmt man es jedenfalls wahr, hat jeder, der ins Schwimmbad gekommen ist, ein Grinsen im Gesicht. Nach Monaten des Verzichts fühlt sich das Eintauchen ins kühle Nass wie eine Erlösung an. Dass man über eine solche Selbstverständlichkeit wie die, ein paar Bahnen im Freibad schwimmen zu können, jemals so glücklich sein würde, das hätte niemand gedacht.

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Autorenporträt / Jürgs, Alexander
Alexander Jürgs
Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.
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