Horst Lichter im Fragebogen

„Ich bin ein großer Wasserfreund“

Von Kevin Hanschke
10.01.2022
, 14:36
Zuerst Koch, dann Moderator, jetzt Autor – aber immer Entertainer: Horst Lichter hat sich im vergangenen Jahr eine Auszeit gegönnt, und ein Buch geschrieben.
Nach seinen Erfolgen vor der Kamera probiert sich Horst Lichter nun als Autor. Im Stil-Fragebogen verrät er, warum er nichts zu Mittag isst, seit wann er zur Zigarette greift und warum er nie alleine shoppen geht.
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Er ist einer der bekanntesten Fernsehköche Deutschlands: Zehn Jahre lang moderierte Horst Lichter mit Johann Lafer die ZDF-Sendung „Lafer! Lichter! Lecker!“. Seit 2013 feiert er mit der Trödelshow „Bares für Rares“ Quotenerfolge. Doch der redselige Entertainer mit dem Zwirbelbart, 1962 in Nettesheim bei Köln geboren, hat auch eine nachdenkliche Seite. Vergangenes Jahr zog er sich mehrere Tage in ein Schweigekloster zurück. Anfangs sei ihm der Alltag dort schwergefallen, nach und nach aber habe er inneren Frieden gefunden, sagt er. Über seine Erfahrungen hat er im vergangenen Jahr ein Buch veröffentlicht: „Ich bin dann mal still: Meine Suche nach der Ruhe in mir“.

Was essen Sie zum Frühstück?

Zwei Scheiben feines Schwarzbrot, eine mit Leberwurst, eine mit jungem Goudakäse. Dazu ein leckeres Tässchen Kaffee.

Wo kaufen Sie Ihre Kleidung ein?

Wo meine Frau mit mir hingeht. Alleine mache ich das nicht, das ist mir zu gefährlich.

Was ist das älteste Kleidungsstück in Ihrem Schrank?

Eine wunderbare Fliegerlederjacke. Die hat mein Schatz mir vor mehr als 24 Jahren geschenkt. Es war ihr erstes Weihnachtsgeschenk an mich, und die Jacke liebe ich außerordentlich. Sie wird mit jedem Jahr schöner. Ich trage sie sehr oft. Das ist mir ein ganz wichtiges Stück.

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Wann haben Sie zuletzt handschriftlich einen Brief verfasst?

Ich schreibe jedes Jahr Minimum zwei handschriftliche Briefe, oder Briefchen: an meinen Schatz zum Geburtstag und zu Weihnachten.

Welches Buch hat Sie in Ihrem Leben am meisten beeindruckt?

Zum einen „Die Hütte“ von William Paul Young, zum anderen die Biographie von Gunter Sachs, „Mein Leben“.

Horst Lichter: „Ich lebe im besten Land der Erde.“
Horst Lichter: „Ich lebe im besten Land der Erde.“ Bild: dpa

Wie informieren Sie sich über das Weltgeschehen?

Über Tageszeitungen und natürlich mittlerweile übers Netz.

Was ist Ihr bestes Smalltalk-Thema?

Das gesellschaftliche Verhalten der Menschen in der heutigen Zeit.

Bei welchem Film haben Sie zuletzt geweint?

„Das Beste kommt zum Schluss“ mit Jack Nicholson und Morgan Freeman.

Sind Sie abergläubisch?

Nein, bin ich überhaupt nicht.

Worüber können Sie lachen?

Über natürliche Dinge und Missgeschicke, die mir selbst passieren. Da ist Humor wichtig.

Ihre Lieblingsvornamen?

Oh, Gott, da gibt es tatsächlich sehr viele: Nada, so heißt mein Schatz. Es ist kroatisch und heißt „Hoffnung“. Dann natürlich all die wunderbaren Namen meiner Enkeltöchter, die möchte ich aber hier nicht nennen. Es gibt viele schöne Namen. Und es gibt sie auch in allen möglichen Sprachen.

Machen Sie eine Mittagspause?

Ich mache ein Päuschen, könnte mittags aber nie etwas essen, weil ich danach immer müde werde. Das würde mir zu viel Energie rauben. Dafür bräuchte ich dann mindestens zwei Stunden Pause, wie es in südlichen Ländern üblich ist.

In welchem Land würden Sie am liebsten leben?

Ich lebe im besten Land der Erde. Man muss nur die Augen aufmachen, um es zu erkennen: Deutschland.

Was fehlt nie in Ihrem Kühlschrank?

Jetzt wird von mir jeder erwarten: Butter und Sahne. Aber ganz ehrlich: Ein bisschen H-Milch für meinen Kaffee, ein Stück Butter, tatsächlich, fürs Brot und ein klein wenig Wurst sind immer da – und Käse. Also ganz standardmäßig. Und natürlich Wasser. Das trinke ich am liebsten.

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Fühlen Sie sich mit oder ohne Auto freier?

Heute ist das zwar nicht unbedingt mehr gerne gehört, aber mit Auto fühle ich mich bedeutend freier. Und ich habe auch noch selbst ein Auto.

Was ist Ihr größtes Talent?

Optimismus. Ans Gute glauben!

Was tun Sie, obwohl es unvernünftig ist?

Rauchen! Das wurde mir damals, mit 14 Jahren, als unabdingbar eingebläut. Von der ganzen Welt, von meinen Lehrern, von Schauspielern, Politikern und vielen anderen. Damals haben noch sehr viele Menschen geraucht. Und dann habe auch ich es mir mühselig angewöhnt und bin süchtig geworden. Irgendwann werde ich aber aufhören.

Welche historische Person würden Sie gerne treffen?

Oh, da gibt es leider Gottes viel zu viele. Ich bleibe mal lieber bei denen, die noch leben: Ich würde zum Beispiel sehr gerne mal mit Angela Merkel in Ruhe reden, um sie als Menschen kennenzulernen. Ich glaube, da gibt es viele interessante Dinge zu erfahren.

Tragen Sie Schmuck? Und eine Uhr?

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Ja, ich trage sehr gerne eine Uhr und ein Paar gute Schuhe. Das reicht mir als Schmuckstücke. Ich bin da ein altmodischer Mann.

Haben Sie einen Lieblingsduft?

Flieder. Ich liebe Flieder!

Was war Ihr schönstes Ferienerlebnis?

Als ich vor 23 Jahren mit meinem Schatz zum ersten Mal in Südafrika war: dort einfach abends vor einer kleinen Hütte zu sitzen, diesen unfassbaren Nachthimmel zu sehen, die Geräusche zu hören und zu spüren, dass man lebt.

Auf welchem Konzert waren Sie zuletzt?

Ich kann mich nicht erinnern. Ich war sehr lange nicht mehr auf Konzerten.

Was fehlt Ihnen zum Glück?

Dass das eintrifft, was ich mir wünsche. Dass die Menschen das geben, was sie gerne hätten: Höflichkeit, Freundlichkeit, Respekt.

Was trinken Sie zum Abendessen?

Ich bin ein ganz großer Wasserfreund. Ich trinke sehr, sehr gerne Wasser. Und ganz selten, aber dann darf ich am nächsten Tag auch nicht arbeiten, auch mal ein Glas Wein.

Quelle: F.A.Z. Magazin
Autorenporträt / Hanschke, Kevin
Kevin Hanschke
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