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Schweighöfer im Fragebogen

„Apfelmus fehlt nie in meinem Kühlschrank“

Von Peter-Philipp Schmitt
Aktualisiert am 28.06.2020
 - 16:32
Kann auch singen: Schauspieler Matthias Schweighöfer
2003 hatte er in der Verfilmung von Benjamin von Stuckrad-Barres „Soloalbum“ seinen Durchbruch, heute ist er aus der deutschen Filmlandschaft kaum noch wegzudenken: Matthias Schweighöfer im Fragebogen.

Mit gerade einmal 22 Jahren gelang Matthias Schweighöfer 2003 an der Seite von Nora Tschirner der Durchbruch – mit der Romanverfilmung „Soloalbum“. Seither war der 1981 in Anklam geborene und in Berlin lebende Schweighöfer, der aus einer Schauspielerfamilie stammt, in vielen nationalen und internationalen Produktionen zu sehen, unter anderen als Marcel Reich-Ranicki in der Verfilmung von dessen Autobiographie. Und der Neununddreißigjährige kann auch singen: Das bewies er schon mit seinem ersten Album „Lachen Weinen Tanzen“. Im August folgt sein zweites. Titel: „Hobby“.

Was essen Sie zum Frühstück?

Brokkoli und Ei, dazu gibt es einen Hafermilchkaffee und einen Grünen Tee, den ich über Nacht stehen lasse.

Wo kaufen Sie Ihre Kleidung ein?

Ich kaufe überhaupt keine Kleidung ein, weil ich meist etwas von den Filmen mitnehme. Ich bin da relativ pragmatisch, was meine Klamotten angeht. Jeans zum Beispiel, die am Set zum Anprobieren angekommen sind, ziehe ich gerne weiter an. Wenn ich mal T-Shirts kaufe, dann bei Urban Outfitters.

Was ist das älteste Kleidungsstück in Ihrem Schrank?

Das müsste ein Schlüpfer sein, der aus dem Film "Soloalbum" stammt. Den haben wir 2002 gedreht.

Wann haben Sie zuletzt handschriftlich einen Brief verfasst?

Ich schreibe derzeit sehr viel handschriftlich, weil ich mich mit der japanischen Lebenskultur beschäftige, und da geht es darum, dass man viel mit den Händen macht. Aber einen Brief geschrieben habe ich ewig nicht, nur mal Zettel am Morgen: „Hi, Du bist die beste Frau der Welt, und ich geh dann mal laufen. Also krieg keinen Schock, wenn Du aufwachst. Ich bin nicht da!“ Das könnte man einen Liebesbrief nennen. Aber einen Brief mit Adresse und Absender: gefühlt seit 1974 nicht mehr.

Welches Buch hat Sie im Leben am meisten beeindruckt?

Eigentlich sind es mindestens drei Bücher: Max Frischs Tagebücher aus den Jahren 1946 bis 1949, dann „Seide“ von Alessandro Baricco und dann noch japanische Ikigai-Bücher, in denen es darum geht, wie man in seinem Alltag zurechtkommt.

Wie informieren Sie sich über das Weltgeschehen?

Über den Newsletter der F.A.Z., den ich aufs Telefon geschickt bekomme. Dazu noch „Zeit“ und „Spiegel“. Aber alles übers Handy. Zeitschriften und Zeitungen habe ich nicht abonniert, da bin ich sparsam. Und Nachrichten im Fernsehen mag ich nicht, da ist mir zu viel Panikmache dabei.

Was ist Ihr bestes Smalltalk-Thema?

Ich überlasse es gerne meinem Gegenüber, mit einem Smalltalk-Thema anzufangen. Wenn der mich fragt, wie es mir geht, frage ich gleich zurück: Ja, wie geht es Dir denn? Und dann lasse ich ihn reden.

Bei welchem Film haben Sie zuletzt geweint?

Bei dem Netflix-Film „Marriage Story“. Als der Mann registriert, das Thema mit seiner Ehe ist durch, habe ich auch eine Träne vergossen.

Sind Sie abergläubisch?

Nein, bin ich nicht. Ich habe zwei, drei Glücksbringer, die mich hin und wieder begleiten, und ich nehme auch mal einen Cent mit. Aber ich versuche, viel im Hier und Jetzt zu sein, darum passt Aberglaube nicht zu meinem Leben.

Worüber können Sie lachen?

Am meisten lachen kann ich über gute Witze mit Fäkalhumor und generell über gute Situationskomik. Da bin ich immer für zu haben.

Ihr Lieblingsvorname?

Uwe Uwe. Über den Doppelnamen haben die Wallerts ein Lied gemacht, da habe ich schon Tränen drüber gelacht. Richtige Lieblingsvornamen habe ich sonst nicht. Ein paar finde ich ganz lustig. Matthias gehört nicht dazu. Das ist gewiss nicht mein All-Time-Favourite, weil's auch so ein harter Name ist mit den zwei T in der Mitte. Ich war aber zuletzt viel in Amerika, und da finde ich es dann schon wieder gut, dass die Leute sich mit meinem Namen beschäftigen müssen.

Machen Sie eine Mittagspause?

Immer, schon um mein Stresslevel zu regeln. Dabei versuche ich auch, ein Power-Napping von vier, fünf Minuten zu machen.

In welchem Land würden Sie gerne leben?

Ich lebe sehr gerne in Deutschland, mag aber auch die Landschaft in Amerika. Ich würde das gerne miteinander verbinden. Ich hätte nichts gegen halb hier, halb dort.

Was fehlt nie in Ihrem Kühlschrank?

Apfelmus wegen der Kinder. Die lieben das. Und Lemonaid, entweder Limette oder Mango. Die haben wir immer da. Mit jeder Flasche Limonade spendet man etwas für einen guten Zweck.

Fühlen Sie sich mit oder ohne Auto freier?

Mit! Ich bin leider wirklich ein richtiger Hardcore-Autofahrer. Ich liebe das. Wenn ich schlecht drauf bin, setze ich mich auch mal für eine halbe Stunde ins Auto und höre Musik. Nicht um schnell zu fahren, das ist für mich mehr wie auf einem Sofa zu sitzen, mit dem man durch die Landschaft fährt.

Was ist Ihr größtes Talent?

Leute zusammenzubringen.

Was tun Sie, obwohl es unvernünftig ist?

Ein drittes Glas Wein trinken.

Welcher historischen Person würden Sie gerne begegnen?

Dem Zen-Priester, der in Japan die Teezeremonie entwickelt hat.

Tragen Sie Schmuck? Und eine Uhr?

Nur ein paar silberne Armbänder aus einem kleinen Laden in Los Angeles, eine Uhr trage ich nicht.

Haben Sie einen Lieblingsduft?

Oud Weiss von Frau Tonis Parfum Berlin.

Was war Ihr schönstes Ferienerlebnis?

Ferien sind ja immer schön. Aber was uns alle beeindruckt hat, war eine Bootstour an der südfranzösischen Küste vor Antibes. Dort sind wir mit Seabobs tauchen gegangen, und dann kam ein wilder Delphin, der hat vier Stunden mit uns unter Wasser gespielt. Das war total irre.

Auf welchem Konzert waren Sie zuletzt?

Bei dem australischen Musiker Ry X hier in der Music Hall in Berlin. Der ist Wahnsinn.

Was fehlt Ihnen zum Glück?

Mir jeden Tag die Frage zu stellen: Was blockiert mein Glücklichsein?

Was trinken Sie zum Abendessen?

Lemonaid Limette und ein Wasser.

Quelle: F.A.Z. Magazin
Autorenporträt / Schmitt, Peter-Philip
Peter-Philipp Schmitt
Redakteur im Ressort „Deutschland und die Welt“.
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