FAZ plus ArtikelAngebereltern

Meine Kinder sind so was von toll

Von Ursula Kals
23.06.2022
, 17:40
„Meine Tochter wird Medizin studieren!“. Tatsache ist: Unter Eltern gibt es eine Menge Angeber. Die Tochter wurde übrigens eine zufriedene Grafikerin.
Mein Kind ist ein Knaller – hübscher, klüger, erfolgreicher als all die anderen. Das behaupten zumindest Angebereltern. Wie man ihnen entkommen kann.
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Liv ist gut in der Schule und von ihrer Mutter auserkoren für Höheres. „Meine Tochter wird Medizin studieren!“ Es gab wenige Begegnungen mit der Bekannten, in der nicht das große Interesse an naturwissenschaftlichen Fächern, am Arztberuf und des Töchterleins absoluter Wille zum Weißkittel thematisiert wurden. Vielleicht noch wichtig zu erwähnen: Liv, die einen anderen Vornamen trägt, war zu diesem Zeitpunkt 13 Jahre alt und nicht näher positiv aufgefallen durch Engagement bei den Maltesern oder ehrenamtliche Einsätze in kurativen Einrichtungen.

Wenn aber ihre Mutter stolz wie Bolle von den Zukunftsplänen ihrer Jüngsten berichtete, durchfuhr jedes Mal eine Art ehrfürchtiger Schauer ihre schrille Stimme: „Sie will unbedingt Ärztin werden! Ist immer gut, so jemanden in der Familie zu haben.“ Unklar war in der achten Klasse noch, ob sie sich als Orthopädin oder Neurochirurgin spezialisieren wollte. Der Kontakt hat sich dann verloren.

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Quelle: F.A.S.
Ursula Kals - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Ursula Kals
Redakteurin in der Wirtschaft, zuständig für „Jugend schreibt“.
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