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Wie Klinik-Clowns den Pandemiealltag kranker Kinder aufhellen

Von Ulrich Fey
14.05.2021
, 09:04
Unterhaltung am Tablet? Auch in der Pandemie helfen Klinik-Clowns kranken Kindern – via Videochat. Der Spaß funktioniert auch am Bildschirm.

Rosa! Das Sofa sollte rosa sein und nicht grau. Mara hat ihre Vorlieben und klare Vorstellungen von deren Umsetzung. Sie liebt es zu bestimmen. Mara darf das. Sie ist gerade fünf Jahre alt geworden, und das alleine grenzt schon an ein Wunder. Mara kam mit einem so schweren Herzfehler auf die Welt, dass sie gut die Hälfte ihres kurzen Lebens im Krankenhaus zugebracht hat. Zuletzt 557 Tage am Stück. Mutter Nadja weiß das aus dem Kopf. Zusammen mit ihrer so blonden wie lebhaften Tochter wohnte sie in Zimmer zehn der Herzstation für Kinder. Nur jeden Dienstag und Donnerstag gab es in dem eintönigen Alltag eine schrille Unterbrechung: die Clown-Doktoren.

Wie viele andere Kinder in Kliniken bekam auch sie komischen Besuch. Inzwischen wohnen Mara und ihre Mutter wieder zu Hause, nachdem Mara ein Spenderherz bekommen hat. Und noch immer kommen jeden Dienstag und Donnerstag die Clown-Doktoren zu ihr. Doch daheim erlebt das nur Mara. Sie ist sozusagen eine kleine Gewinnerin der Pandemie.

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Alle Namen von Kindern und Eltern wurden verändert. Der Autor war lange Redakteur der F.A.Z. und besucht inzwischen seit mehr als 20 Jahren als Clown-Doktor Kinder in Kliniken der Rhein-Main-Region.

Quelle: F.A.Z.
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