Ein Platz an der Sonne

Von PETER-PHILIPP SCHMITT
Foto: Hersteller

18.04.2019 · Langsam wird es draußen warm. Aber woher kommen die passenden Tische und Stühle für Balkon, Terrasse und Garten? Wir zeigen 16 der schönsten neuen Outdoor-Entwürfe.

TAO

Nur 36 Zentimeter hoch sind die kleinen Beistelltische aus Beton (Tribù), die wie Skulpturen wirken. Die italienische Designerin Monica Armani hat das Material speziell behandeln lassen, damit der Baustoff nach einem Regenguss schneller trocknet und sich nicht mit Feuchtigkeit vollsaugen kann.

Foto: Hersteller

TICE

Die Sonnenliege ist Teil einer Möbelkollektion, zu der Stühle, Sessel und Tische sowie Biergarnituren, aber auch ein Servierwagen und ein Tischchen gehören, das man einfach ans Balkongeländer hängen kann. Hersteller ist die britische Marke Made.com, die meint, jeder solle Zugang zu großartigem Design haben.

Foto: Hersteller

RIBES

Aus einzelnen Modulen setzt sich das neue Sitzmöbel-Programm von Antonio Citterio (B&B Italia) zusammen. Basis ist ein Aluminiumgestell mit Glas-Fiber-Lamellen, an dem sich Lehnen befestigen lassen. Auf den dicken Polstern kann man sich bequem ausstrecken und sogar schlafen.

Foto: Hersteller

CARRIER

Der niederländische Designer Thor ter Kulve wollte bei sich zu Hause Platz sparen. So kam er auf die Idee, einen Hocker zu entwerfen, der zugleich ein Behälter ist – etwa für Feuerholz. Das leichtgewichtige Möbelstück (Weltevree) mit Deckel und Tragegriff besteht aus Ecopixel, wiederverwertetem Plastikmüll.

Foto: Hersteller

CLASSIC

Vor 50 Jahren gründete Oskar F. Weishäupl sein Familienunternehmen. Zum Jubiläum legt Weishäupl einen Klassiker als Sonderedition auf. Der Stuhl mit seinen Teakholzleisten geht allerdings auf einen Entwurf von 1850 zurück. Das Edelstahlgestell gibt es nun erstmals in Graphitgrau.

Foto: Hersteller

CLIZIA

Angelo Mangiarotti (1921 bis 2012) zählt zu den bedeutendsten italienischen Designern. Das lombardische Unternehmen Agapecasa führt in seiner Kollektion „Mangiarotti“ auch diesen wie eine Sinuskurve geschwungenen Marmorsitz. Es gibt ihn nun erstmals auch aus Beton.

Foto: Hersteller

CELL

Schon vor 2000 Jahren ließ der chinesische Militärführer Kong Ming Lampions in den Himmel steigen. Damals dienten die Laternen der Kommunikation. Für den Designer Matteo Ugolini waren sie nun die Inspiration für seine Leuchten (Karman) aus bronziertem Stahldraht, die es für Tisch, Boden und Decke gibt.

Foto: Hersteller

OCEAN MASTER MAX

Dougan Clarke ist in Florida aufgewachsen. Was läge näher, als im Sunshine State ein Unternehmen für Beschattungssysteme (Tuuci) zu gründen? Der Schirm – bis zu drei mal 4,25 Meter groß – soll an die Flossenschläge eines Mantarochens erinnern.

Foto: Hersteller

BELLMONDE

Seit fast 30 Jahren setzt Dedon auf Polyrattan. Jedes Jahr werden rund 55.000 Kilometer der wetterbeständigen Faser aus Polyethylen hergestellt und von Hand verflochten. Auch der Sessel des dänischen Designers Henrik Pedersen ist mit dem „ökologisch einwandfreien“ Material bespannt, der Rahmen besteht aus Aluminium.

Foto: Hersteller

MAYA

Schon Mark Gabbertas‘ Kollektion Cloud für Gloster bestand aus einzelnen Sitzmodulen. Beim Nachfolgemodell hat der Engländer vor allem die Aluminiumprofile überarbeitet, sie sind noch flacher und in ihren Dimensionen kleiner. Die dazugehörigen Tische haben Teakholz- oder Keramikplatten.

Foto: Hersteller

SOLANAS

Gandiablasco ist ein 1941 gegründetes Familienunternehmen, das zunächst nur Decken herstellte. Seit 2000 konzentriert sich José Antonio Gandía-Blasco auf Outdoor-Möbel „mit architeltonischen Eigenschaften“, wie er sagt. Ein schönes Beispiel ist die Kollektion des argentinischen Designers Daniel Germani aus extrudiertem Aluminium dem Lieblingsmaterial der spanischen Marke.

Foto: Hersteller

RIVIERA

Aus Baustahl hat das Designer-Duo Lucidi-Pevere (Paolo Lucidi und Luca Pevere) seine Sitzmöbel-Kollektion für Emu zusammengeschweißt. Ihr minimalistischer Entwurf soll an die dreißiger Jahre erinnern, zugleich wollen die Italiener, dass er sich in die Landschaft integriert, ohne den Blick zu versperren.

Foto: Hersteller

IREMO

Das griechische Wort „iremo“ bedeutet so viel wie „ruhig“ oder „gelassen“. Genau so soll der Entwurf des Designers Tino Zervudachi wirken. Für sein Outdoor-Programm (Studio Tectona) kombiniert er zwei Materialien: Glatte Teakholzplanken werden von Aluminium umrahmt.

Foto: Hersteller

REMIND

Der Stuhl soll, wie der Name sagt, an etwas erinnern – in diesem Fall an einen Bugholzstuhl der Gebrüder Thonet aus dem späten 19. Jahrhundert. Der spanische Designer Eugeni Quitllet hat aus dem Klassiker einen völlig neuen, stapelbaren Stuhl (Pedrali) entwickelt, der nicht aus Holz, sondern aus Polypropylen besteht.

Foto: Hersteller

BUREAURAMA

Die Hocker und Tische (Magis) mit ihren schrägen Beinen (so lassen sie sich ineinander schieben) hat der in Berlin geborene Designer Jerszy Seymour ursprünglich fürs Büro entwickelt. Die Serie aus verschweißten polyesterlackierten Aluminiumprofilen ist aber auch wetterfest.

Foto: Hersteller

GARDEN LAYERS

Zu ihren flachen Liegen (Gan) ließ sich Patricia Urquiola von der alten Tradition indischer Moguln inspirieren, die sich in ihren Gärten auf Teppichen und Kissen ausstreckten. Dieses Gewebe besteht aus Polypropylen-Fasern, das Gestell aus thermolackiertem Aluminium.

Foto: Hersteller
ANZEIGE