FAZ plus ArtikelAbnehmwahn in der Modelbranche

„Zu den Shows bist du dann so dünn wie ein Stock“

Von Anne-Sophie Monrad, Flensburg
17.10.2018
, 07:29
Seit fast zehn Jahren arbeitet unsere Autorin als Model, inzwischen ist sie eines der meistgefragten in ganz Deutschland. Hier rechnet sie mit einer Branche ab, die sich selbst – und alle anderen – belügt.

Es fing alles ganz harmlos an. Ich habe mir „Germany’s Next Topmodel“ im Fernsehen angeschaut. Ich habe Heidi Klum bewundert, die Mädchen bewundert und in mein Tagebuch geschrieben: „Spätestens mit 19 habe ich einen Modelvertrag.“ So alt war Heidi Klum, als sie entdeckt wurde.

Der Traum, Model zu werden, war da. Durch die Medien geweckt. Der einzige Designer, den ich kannte, war Karl Lagerfeld. Einmal für Chanel laufen, mein größter Traum. Ich fühlte mich nicht unbedingt schön, ich war aber größer als die anderen Mädchen in meiner Klasse und wollte damit etwas erreichen. Dann sah ich zufällig eine Hamburger Model-Agentin im Fernsehen. Sie saß mit einem ihrer Topmodels in der NDR-Talkshow. Nach dem Auftritt meinten meine Eltern: „Anni, das kannst du auch!“

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