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Thronfolger macht jetzt Mode

Prinz Charles findet Fast-Fashion-Trend „völlig verrückt“

12.11.2020
, 16:05
Unterstützt nachhaltige Modeproduktion: Prinz Charles Bild: Reuters
Dass er seine Kleidung lieber ausbessern lässt, statt sie zu entsorgen, hat Prinz Charles unlängst verraten. Nun geht er noch einen Schritt weiter und stellt mit Designstudenten eine nachhaltige Mini-Kollektion vor.

Im vergangenen Jahr hat Prinz Charles die Brennnesseln von seinem Landsitz Highgrove House zur Herstellung von Kleidung gestiftet, nun versucht er sich selbst in der Modebranche: Am Donnerstag stellte der britische Thronfolger eine Mini-Kollektion für Männer und Frauen vor, die Nachhaltigkeit, Luxus und altes Handwerk verbindet.

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Im Rahmen von „The Modern Artisan“ (Der Moderne Handwerker), ein von Charles’ Stiftung entwickeltes gemeinsames Projekt mit dem italienischen Online-Modehändler Yoox Net-A-Porter, entwarfen sechs Mailänder Modestudenten die Kollektion; von Hand hergestellt wurde sie dann im schottischen Dumfries House, in dem der Prinz ein Ausbildungszentrum für traditionelle Handwerkstechniken eingerichtet hat.

„Fast Fashion“-Trend ist „völlig verrückt“

Für den bald 72 Jahre alte Thronfolger ging es bei dem Projekt vor allem darum, die Bedeutung der Natur für die Mode wiederzuentdecken. Mit Blick auf den Trend zur „Fast Fashion“, sagte er, ihm erscheine der Ansatz „völlig verrückt“, der „nimmt, produziert und in den Müll wirft“. In der britischen „Vogue“ hatte Charles vor kurzem verraten, dass er seine eigene Kleidung lieber ausbessern lässt als sie wegzuwerfen.

Für die zehn Teile für Frauen und acht Teile für Männer wurden Kaschmir und Wolle aus Schottland und Bioseide aus Italien verwendet. Jedes Stück ist mit einer digitalen ID versehen, die laut Yoox Net-A-Porter „über die Geschichte des Produkts informiert, seine Materialien, die Handwerker, die es entworfen und hergestellt haben, sowie Empfehlungen für Wartung und Reparatur gibt, damit die Kunden diese Stücke noch jahrelang schätzen können.“

Die Gewinne aus der nur in geringer Auflage produzierten Kollektion gehen an die Stiftung von Prinz Charles, um weitere Ausbildungsprogramme zum Erhalt des traditionellen Textilhandwerks zu ermöglichen.

Quelle: AFP
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