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Stilfragebogen Valérie Messika

„Auf dem Motorrad fühle ich mich frei“

Von Jennifer Wiebking
 - 09:10

Valérie Messika, 42, hätte auch dem Beispiel ihres Vaters folgen können, der in Paris zu den wichtigen Diamantenhändlern gehört. Aber die Tochter wollte mehr: Sie gründete eine Schmuckmarke. Nur 13 Jahre später führen 369 Läden in 60 Ländern ihre Entwürfe, und Star-Model Gigi Hadid ist für sie im Einsatz. Aber ohne Diamanten und ohne Familie geht es nicht. Nach unserem Interview steht erst der Cousin im Zimmer, dann der Ehemann, dann der Vater. Valérie Messika hat trotzdem keine Zeit für allzu viel Talk. Sie setzt sich auf ihr Motorrad, und weg ist sie.

Was essen Sie zum Frühstück?

Getoastetes Baguette mit Butter, dazu Kaffee.

Wo kaufen Sie Ihre Kleidung ein?

Bei Printemps. Ich habe keine Zeit zum Shoppen und brauche deshalb einen Ort, an dem es schnell geht. Deshalb nehme ich mir da einen Personal Shopper, mit dem laufe ich zweimal im Jahr über die Fläche, dann probiere ich alles an. Hin und wieder wählt er auch alleine aus, aber eigentlich prüfe ich das lieber noch mal nach. Okay, manchmal gehe ich mit meinen Kindern auch zu Zara.

Hebt es Ihre Stimmung, wenn Sie einkaufen?

Ja, aber ich verschwende ungern Zeit darauf.

Was ist das älteste Kleidungsstück in Ihrem Schrank?

Eine Lederjacke von Balenciaga. Die ist bestimmt älter als 15 Jahre, noch aus den Zeiten von Nicolas Ghesquière.

Was war Ihre größte Modesünde?

Meine größte Modesünde war eine Haarsünde. Anlässlich einer Party habe ich mir mal einen Chignon stecken lassen. Leider ohne es vorher auszuprobieren – sehr gefährlich. Der war so hässlich, aber es war zu spät, ich musste so hin. Und hinterher sah ich mich so auf Fotos zusammen mit Eva Longoria. Schrecklich!

Tragen Sie zu Hause Jogginghosen?

Nein, aber Leggings.

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Haben Sie Stil-Vorbilder?

Kate Moss. Sie ist chic und cool. So einen Look stellt man in fünf Minuten zusammen.

Haben Sie jemals ein Kleidungs- oder Möbelstück selbst gemacht?

Nie. Als Jugendliche habe ich mal mit einem Häkelpullover angefangen, aber ich habe ihn nie beendet.

Besitzen Sie ein komplettes Service?

Ja, von meiner Großmutter, es ist in unserem Landhaus. Sehr britisch, mit viel Gold und Blumen.

Mit welchem selbst zubereiteten Essen konnten Sie schon Freunde beeindrucken?

Ich bin eine schlechte Köchin, aber ich habe einen Trick: Ich kaufe besonders gute Lebensmittel ein, und dann ist jeder schnell begeistert.

Welche Zeitungen und Magazine lesen Sie?

„Elle“, „Figaro Madame“, aber ich greife zunehmend zum Mobiltelefon.

Welche Websites und Blogs lesen Sie?

„Business of Fashion“ und „Journal du luxe“.

Wann haben Sie zuletzt handschriftlich einen Brief verfasst?

Das war für meine sechs Jahre alte Tochter. Im Juni ging es für sie drei Tage lang auf Klassenfahrt, zum ersten Mal war sie weg von zu Hause. Für mich war das auch hart, also habe ich der Lehrerin für jeden Tag einen Brief von Mama und Papa für sie mitgegeben. Sie hat sich gefreut!

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Welches Buch hat Sie am meisten beeindruckt?

Ich komme leider nicht viel zum Lesen, deshalb ist die Frage für mich schwer zu beantworten. Aber ein Buch, das ich immer wieder zur Hand nehme, ist „Der Kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupéry.

Ihre Lieblingsvornamen?

Die Namen meiner Kinder: Noa und Romane.

Ihr Lieblingsfilm?

„Lion“ hat erst kürzlich mein Herz berührt.

Fühlen Sie sich mit oder ohne Auto freier?

Ich fahre am liebsten Motorrad, zusammen mit meinem Mann, da bin ich freier. Ich sitze hinten.

Tragen Sie eine Uhr?

Ja. Ich liebe Uhren. Ich habe vier!

Tragen Sie Schmuck?

Natürlich, meinen eigenen. Mein „skinny bracelet“ nehme ich weder zum Schlafen noch zum Duschen ab. Für mich ist es wie ein Tattoo.

Haben Sie einen Lieblingsduft?

Hermès, Eau d'Orange Verte.

Was ist Ihr größtes Talent?

Ich kann sehr überzeugend sein. Auch Gigi Hadid damals zu gewinnen war nicht einfach.

Was ist Ihre größte Schwäche?

Ich bin sehr gut darin, Dinge aufzuschieben.

Womit kann man Ihnen eine Freude machen?

Mit einem spontanen Drink. Oder mit einem Wochenende im Landhaus. Besser kann ich nicht abschalten.

Was ist Ihr bestes Smalltalk-Thema?

Ich rede gerne über Mode.

Sind Sie abergläubisch?

Nicht zu sehr, aber Hände sind für mich ein wichtiges Symbol für Schutz.

Wo haben Sie Ihren schönsten Urlaub verbracht?

St. Barths.

Wo verbringen Sie Ihren nächsten Urlaub?

Wahrscheinlich in Los Angeles, da war ich bislang nur für 24 Stunden.

Was trinken Sie zum Abendessen?

Zu Hause Wasser. Im Restaurant Wein.

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Quelle: F.A.Z. Magazin
Jennifer Wiebking
Redakteurin im Ressort „Leben“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
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