FAZ plus ArtikelShoppen für den Nachwuchs

Der Kinder neue Kleider

Von Inga Janović
23.09.2019
, 09:00
Kinderkleidung kann ins Geld gehen. Wer auf Trends verzichtet oder gebrauchte Stücke akzeptiert, kann Hunderte Euro sparen. Der Vergleich.

Der Sommer ist zu Ende, der Nachwuchs braucht schon wieder eine neue Garderobe. Ständig fehlt irgendetwas im Kinderkleiderschrank. Mit Beginn der kalten Jahreszeit aber wird es besonders teuer, weil zur Grundausstattung dann auch Winterjacke, Skihose, Schneestiefel, Mütze, Schal und Handschuhe angeschafft werden müssen; am besten sogar zweimal, weil auch der Kindergarten die Ausrüstung gern jederzeit bereit hat. Das kann ziemlich ins Geld gehen. Deshalb machen wir einen Test und vergleichen Neukauf, Gebrauchtkauf, Tauschen, Ersteigern und Mieten.

Um den Überblick zu wahren, sollen sechs Stücke genügen, und um Vergleichbarkeit herzustellen, kommt Markenware in den Musterkorb. Ausgewählt wird nur, was wirklich gefällt, da das dazugehörige Mustermädchen erst Größe 98 trägt, also um die zwei Jahre alt ist, muss auf dessen Geschmack noch keine Rücksicht genommen werden. Ausgesucht sind: eine Übergangsjacke von Bellybutton (50 Euro), eine Jogginghose vom selben Hersteller (25 Euro), ein Langarmshirt des Öko-Labels Smafolk (17 Euro), ein weiteres von Imps & Elfs (20 Euro), dazu ein einfaches Kleid von Steiff (35 Euro) und eine gefütterte Wind- und Wetterhose von Finkid (120 Euro). Im Internet kriegen wir das Paket für 267 Euro zusammen, plus Versandkosten.

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Die meisten Mütter suchen nach Marken

Der günstigste und sicherlich auch ökologisch sinnvollste Weg, den Kleiderschrank der Kleinen stets auf dem neuesten Stand zu halten, ist natürlich ein Kreis von Freunden und Verwandten, in dem die Klamotten weitergegeben und ausgetauscht werden. Damit löst man auch ein weiteres Problem, das der häufige Kleiderwechsel nach sich zieht: Wohin mit alldem, was noch gut erhalten ist, aber nicht mehr passt?

Wer diese Stücke zu Geld machen will, der muss schon beim Einkaufen tiefer in die Tasche greifen: Nennenswerte Einnahmen lassen sich fast nur mit Markenkleidung erzielen. Diese ist auf Internetbörsen wie Ebay durchaus gefragt, wer etwas Glück hat, kommt in die Nähe seines Einkaufspreises. Im Durchschnitt, so heißt es in Ratgebern, könne man 25 Prozent seiner Ausgaben wieder reinholen, für Kleidung ohne Marke seien etwa zehn Prozent zu erzielen. Zudem braucht man Zeit, muss die Angebote fotografieren, online stellen, Pakete packen oder die Kleinanzeigenkunden zu Hause empfangen.

Diesen Aufwand ersparen dem Kunden Secondhand-Läden, verlangen dafür aber 50 bis 60 Prozent der Erlöse. Weit weniger vom Gewinn müssen die Anbieter auf Kinderflohmärkten abgeben, häufig werden ein paar Euro und ein Kuchen verlangt. Dafür muss man alles vorsortieren und mit den Kunden gut verhandeln – denn auf Flohmärkten möchte jeder gern Schnäppchen machen. (ing.)

Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Janovic, Inga
Inga Janović
Wirtschaftsredakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.
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