Adidas x Allbirds

Der Laufschuh mit der besten Klimabilanz

Von Aylin Güler
17.07.2021
, 08:15
Der Prototyp des Adidas x Allbirds„Futurecraft.Footprint“: Er ist bis dato der Laufschuh mit der besten Klimabilanz.
Der „Futurecraft.Footprint“ verbraucht in seiner Herstellung nur 2,94 Kilogramm Kohlendioxid und hat damit 63 Prozent weniger Emissionen als ein normales Sneaker-Paar. Weniger kann eben mehr sein kann.
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„Der Sportschuh mit dem niedrigsten Kohlendioxid- Fußabdruck aller Zeiten.“ Dieses Ziel wollen der deutsche Sportartikelhersteller Adidas und der amerikanische Schuhfabrikant Allbirds mit ihrer Kooperation erreichen. Gemeinsam haben sie in den vergangenen Monaten am Futurecraft.Footprint gearbeitet – einem Laufschuh mit einem Fußabdruck von nur 2,94 Kilogramm Kohlendioxid pro Paar und 63 Prozent weniger Emissionen bei der Herstellung; ein normales Sneaker-Paar kommt durchschnittlich auf 12,5 Kilogramm. Die Daten des Futurecraft.Footprint zeigen also einen klaren Rückgang der schädlichen Emissionen. Er ist bis dato der Laufschuh mit der besten Klimabilanz.

Die Teams von Adidas und Allbirds arbeiteten von der Entwicklung bis zur Ausführung digital zusammen, über mehrere Zeitzonen hinweg und auf zwei Kontinenten. Das war nicht nur Corona geschuldet, sondern auch im Sinne eines Entwicklungsprozesses mit geringem CO2-Ausstoß, wie Hana Kajimura, Head of Sustainability von Allbirds, sagt. In weniger als zwölf Monaten erfanden sie so den Laufschuh, der trotz seiner Kohlendioxid-Werte auch Leistung und gutes Aussehen bieten soll. Der Prototyp kam im Mai in streng limitierter Produkteinführung auf den Markt. Im Herbst kommt er in einer limitierten Auflage von 10.000 Stück heraus, im Frühjahr 2022 schließlich in größerer Auflage.

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So wenig Stoffreste wie möglich

Der Schuh vereint hauseigene Technologien der Unternehmen, die sich gegenseitig ergänzen: die Adidas- Lightstrike-Zwischensohle und den auf Zuckerrohr basierenden Allbirds-Sweet-Foam, eine natürliche Alternative. Das neu entwickelte Obermaterial besteht aus 70 Prozent recyceltem Polyester und 30 Prozent natürlichem Tencel, einem Material aus Zellstoff, das ein weiches und leichtes Obermaterial bietet, das Leistungsansprüchen gerecht wird und bei dessen Produktion weniger CO2 ausgestoßen wird. Aus den Einzelteilen ergeben sich im Zuschnitt so wenig Stoffreste wie möglich. Das Allbirds-Know-how in den natürlichen Materialien und der Berechnung von Emissionen sowie die Adidas- Expertise in der Herstellung haben diesen Schuh ins Laufen gebracht. Jedes Exemplar trägt als Hinweis auf den Fußabdruck die Ziffern „2.94“ auf der Außensohle.

Die Zusammenarbeit soll laut Kimia Yaraghchian, Produktmanagerin bei Adidas, auch eine Aufforderung an andere Unternehmen sein, zu zeigen, dass Klimaneutralität erreichbar ist. Nebenbei verrät Yaraghchian, dass es weitere gemeinsame Projekte mit Allbirds geben wird. Auch für mich als Sneaker-Fan ist es wichtig, dass die Zukunft von Sport und Mode klimaneutral ist. Bisher hat die Schuhindustrie ein Umweltproblem. Die Kooperation von Adidas und Allbirds ist ein Schritt in die richtige Richtung. Hoffentlich werden bald noch weitere Unternehmen verbesserte Herstellungsmethoden anwenden. Weniger kann eben mehr sein.

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Quelle: F.A.Z. Magazin
Autorenrporträt / Güler, Aylin
Aylin Güler
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