Absprache gebrochen?

Kamala Harris soll unzufrieden mit „Vogue“-Cover sein

Von Christiane Heil, Los Angeles
11.01.2021
, 11:21
Auf dem Cover der amerikanischen „Vogue“ erscheint die zukünftige Vizepräsidentin Kamala Harris ungewöhnlich hellhäutig – das sorgt für Aufregung im Netz. Harris soll zudem ein anderes Foto freigegeben haben.

Kamala Harris, die in der nächsten Woche den Amtseid als erste Vizepräsidentin der Vereinigten Staaten und erste nicht-weiße Person in dem Amt ablegt, soll mit ihrem Foto auf dem Cover der „Vogue“ nicht zufrieden sein. Nach der Vorab-Veröffentlichung des Titelblatts der Februar-Ausgabe am vergangenen Wochenende verwies der Journalist Yashar Ali in sozialen Medien auf Absprachen zwischen Harris‘ Mitarbeitern und der Redaktion um Chefredakteurin Anna Wintour.

Man habe sich auf ein Foto geeinigt, das die Stellvertreterin des künftigen amerikanischen Präsidenten Joe Biden würdevoll in einem blaugrauen Anzug zeige. Anstelle der vereinbarten Aufnahme habe „Vogue“ aber ein Bild gewählt, auf dem Harris eher leger in Turnschuhen, schwarzer Jeans und vor einem wie zufällig drapierten Vorhang zu sehen sei.

Auch viele Anhänger der 56 Jahre alten Demokratin monierten den ungewohnt lässigen Look auf dem Titelblatt des Modemagazins. „Das Bild ist so mies, dass ich es für eine Fälschung gehalten habe“, beschwerte sich eine Nutzerin bei Twitter.

Da Harris, Tochter einer indischen Krebsforscherin und eines jamaikanischen Wirtschaftswissenschaftlers, auf dem Cover ungewohnt hellhäutig wirkt, warfen einige Anhänger Wintours Redaktion zudem vor, die Hautfarbe am Computer verändert zu haben. „Was für ein Pfusch. Anna Wintour hat offenbar keine schwarzen Freunde oder Kollegen“, schimpfte eine Nutzerin und erinnerte an Rassismus-Vorwürfe im vergangenen Sommer. Frühere Mitarbeiter hatten Wintour damals vorgehalten, ein „dünnes, reiches und weißes“ Schönheitsideal zu verfolgen. Die 71 Jahre alte gebürtige Britin räumte anschließend „Fehler“ ein.

Quelle: FAZ.NET
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