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Was mit Altkleidern passiert

Von Julia Anton und Rebecca Boucsein
Aktualisiert am 17.11.2020
 - 16:46
Jeder Mitarbeiterin oder Mitarbeiter ist Spezialist für bestimmte Kleidungsarten.zur Bildergalerie
Mehr als eine Million Tonnen Textilien landen jedes Jahr in Altkleidercontainern. Für Sortierbetriebe und Recycler ist das mehr Fluch als Segen. Warum ist das so? Ein Besuch bei einem Altkleider-Sortierbetrieb.

Nur wenige Sekunden schimmert das zartsilbrige Trägerkleid in den Händen des Sortiermeisters, bis er sein Urteil fällt: Es sieht aus wie neu, ist modisch und sauber und kommt deshalb in den Sack für Textilien, die ins europäische Ausland verkauft werden.

Ein dunkelblauer Rock mit Flecken landet im Container für Kleidung, die an afrikanische Länder verkauft wird. Ein Jeans-Mini, das Preisschild hängt noch dran, darf auch in den europäischen Großhandel gehen. Mohammed bestimmt, wie das zweite Leben der Stücke aussehen wird: als Blickfang auf einem Kleiderbügel in einem Secondhandshop, als Ware, die auf dem afrikanischen Kontinent neue Abnehmer findet, oder zumindest noch als Putzlappen oder als Dämmmaterial. Der Schneider aus Syrien begutachtet Textilien beim Sortierbetrieb Re Textil.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Anton, Julia
Julia Anton
Redakteurin im Ressort Gesellschaft bei FAZ.NET
Autorenporträt / Boucsein, Rebecca
Rebecca Boucsein
Redakteurin vom Dienst bei FAZ.NET.
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