FAZ plus ArtikelWattepads und Zahnbürsten

Wie nachhaltig ist Bambus im Bad?

Von Laura Sodano
05.10.2019
, 09:21
Auf der Suche nach einer nachhaltigen Alternative zu Baumwolle hat die Pflegeindustrie Bambus entdeckt. Doch hält das vermeintliche Supergewächs, was es verspricht?

Der Kampf gegen den Klimawandel ist unlängst auch im Badezimmer angekommen. Aus gutem Grund. Laut einer Studie des Fraunhofer Instituts (2018) beläuft sich die jährlich anfallende Einsatzmenge von partikulärem Mikroplastik in der Kosmetikindustrie allein in Deutschland auf 922 Tonnen pro Jahr, Wasch-, Pflege und Reinigungsmittel nicht eingeschlossen. Dort fallen noch einmal zusätzliche 55 Tonnen an. Hinzu kommen Abfallprodukte wie Makroplastik (Verpackungen), Wattepads, Ohrstäbchen und Kosmetiktücher. Laut EcoYou, einem 2017 gegründeten Projekt für mehr Nachhaltigkeit, liegt allein der Pro-Kopfverbrauch von Wattepads bei rund 1.500 Stück im Jahr. Da kommt die Idee einer wiederverwertbaren Variante genau richtig – und bereits jetzt bieten einige Hersteller die aus zertifizierter Bio-Baumwolle an.

Weil die Industrie im Bestreben um mehr Nachhaltigkeit aber nicht müde wird, stets neue Wundermittel zu präsentieren, macht insbesondere ein Material der selbst nicht ganz kritikfreien Baumwolle mittlerweile zunehmend Konkurrenz: Bambus. Der findet seit Längerem schon Einsatz bei Kaffeebechern, Strohhalmen und Zahnbürsten. Jetzt also auch bei Toilettenpapier, Wattepads und Co. Das Angebot ist groß, die Preise erschwinglich. Zehn bis Zwölf der besagten Pads sind inklusive eines praktischen Waschbeutels schon ab rund 12 Euro erhältlich, der 100er-Pack Bambustaschentücher kostet um die 2,50 Euro. Doch hält das vermeintliche Supermaterial wirklich, was es verspricht?

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Quelle: FAZ.NET
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