FAZ plus ArtikelFlucht vor Corona

Nichts wie raus!

Von Annabelle Hirsch, Niklas Maak und Winand von Petersdorff
Aktualisiert am 14.07.2020
 - 09:39
Kein Virus, nur Natur: Die Corona-Pandemie hat die Flucht der Menschen aufs Land in vielen Teilen der Welt beschleunigt.zur Bildergalerie
Ob San Francisco, Nairobi oder Paris: Enge Großstädte sind anfällig für die Ausbreitung des Coronavirus. In der Pandemie sind viele Menschen aufs Land geflüchtet. Werden sie dort bleiben – und was heißt das für Restaurants, Theater und Kinos?

Amerika

Früher als die meisten hatte die Führung von Twitter die Beschäftigten zur Heimarbeit verdonnert, um das Ansteckungsrisiko zu verringern. Später hatte der Chef Jack Dorsey seinen Mitarbeitern gesagt, sie könnten für immer von zu Hause aus arbeiten. Twitter hat 5100 Beschäftige, die Zentrale liegt in San Francisco, einer Stadt, die mitten in einem der derzeit größten Corona-Hotspots überhaupt liegt. Weitere 35 Büros sind über die Metropolen der Welt verteilt. Sie dürfen arbeiten, wo sie wollen. Wird das noch die Großstadt sein?

Die Pandemie-Krise hat in vielen Unternehmen zumindest gezeigt, dass der Betrieb nicht zusammenbrechen muss, wenn die Belegschaft nicht auf zentrale Bürogebäude konzentriert ist. Ein Drittel aller Beschäftigten kann von zu Hause aus arbeiten, zeigt eine Studie der Universität von Chicago. Vor der Krise praktizierten das gerade vier Prozent. Urbanisierungstrends werden von den Standortentscheidungen der Unternehmen mitbestimmt und von deren Bereitschaft, sich zu dezentralisieren.

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Quelle: Frankfurter Allgemeine Quarterly
Autorenporträt / Maak, Niklas
Niklas Maak
Redakteur im Feuilleton.
Winand von Petersdorff-Campen - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitun
Winand von Petersdorff-Campen
Wirtschaftskorrespondent in Washington.
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