Grüne Anlagen

Weltrettung oder Greenwashing?

Von Werner Mussler und Inken Schönauer
17.03.2022
, 18:56
Grüne Landschaften: Nur die Unternehmen, die nachhaltig wirtschaften, haben eine Zukunft, denken auch einflussreiche Investoren.
Der Klimawandel gilt als Risiko für Finanzmärkte. Die Anlagen sollen grüner werden. Die Kriterien dafür sind komplex – und umstritten.
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Wenn einer über den großen Kosmos der Finanzen Bescheid weiß, dann wohl er: „Ich glaube nicht, dass wir die Welt retten. Das ist auch nicht unsere Aufgabe“, sagte der Chef des global größten Vermögensverwalters Blackrock, Larry Fink, vor einigen Monaten in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Fink hat Blackrock einst mitgegründet und ist an der Wall Street zum Milliardär geworden; seine Firma hat er als ein einflussreiches Unternehmen etabliert, das in Tausende Firmen weltweit investiert ist. Die Anlagesumme liegt bei über 9 Billionen Dollar. Das Wort dieses Mannes hat Gewicht. Als Chef von Blackrock nutzt Fink das seit einigen Jahren, um den Vorstandsvorsitzenden der Unternehmen, in die Blackrock investiert ist, eine Art Leitlinie für ihr Handeln mit auf den Weg zu geben. In den vergangenen Jahren hat er sich immer wieder zur Nachhaltigkeit geäußert und diese ins Zentrum seiner Empfehlungen gestellt.

Die Frage, wie das mit dem lupenreinen Kapitalisten Fink zusammenpasst und ob ausgerechnet die Finanzindustrie neuerdings wirklich die Welt retten will, ist durchaus angebracht. Fink will das alles richtig verstanden wissen: „Ich setze mich für die Umwelt ein. Als Investor ist es allerdings meine Verantwortung, die Erträge meiner Kunden zu maximieren. Das funktioniert aber nur, wenn sich Unternehmen so aufstellen, dass sie für die Zukunft gerüstet sind. Wer sich in heutigen Zeiten dem Problem des Klimawandels nicht stellt, hat keine Zukunft. Das verstehen die Unternehmen, das haben aber vor allem auch die Investoren verstanden.“ Diese Aussage setzt den Ton und erhöht vor allem den Druck. Ohne eine entsprechende Veränderung der Unternehmen wird es schwer werden, in Zukunft Investoren zu finden.

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Immer wieder ist davon die Rede, dass die derzeitige Transformation der Wirtschaft hin zu mehr Klimafreundlichkeit die größte Herausforderung seit der Industrialisierung ist. Damit sprechen wir tatsächlich von einer Epoche, die über einhundert Jahre her ist. Wer sich den Wandel der Unternehmen heute ansieht, kann den Satz durchaus nachvollziehen. Schon bevor Corona begann, standen Unternehmen in großen Veränderungsprozessen. Allein die Digitalisierung hat völlig neue Herausforderungen kreiert. In vielen Fällen ist selbst dieses Thema noch gar nicht in Gänze abgearbeitet. Bisher analoge Prozesse werden oft nur digital übersetzt. Das ist zu wenig, um die Zukunft bestreiten zu können. Tatsächlich erwachsen aus der Digitalisierung völlig neue und zum Teil andere Geschäftsmodelle als die, die wir bisher kennen. Dieses Beispiel ist zigfach übertragbar.

Eine Geschichte aus der aktuellen Ausgabe des Magazins der F.A.Z. „Frankfurter Allgemeine Quarterly“

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So verhält es sich auch mit der Nachhaltigkeit. Alle Welt redet davon, aber wie dieser schlichte Begriff mit Leben gefüllt und vor allem umgesetzt werden soll, ist in vielen Fällen noch überhaupt nicht klar. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz schreibt auf seiner Internetseite: „Die Förderung einer nachhaltigen Entwicklung ist das Leitprinzip der Politik der Bundesregierung. Wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, der Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen und soziale Verantwortung müssen Hand in Hand gehen, damit Entwicklungen dauerhaft tragfähig sind. Ein wichtiger Akteur und Multiplikator für mehr Nachhaltigkeit ist die Wirtschaft.“

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Was aber heißt das konkret?

Im Duden ist die Definition von Nachhaltigkeit einfach gehalten: „Prinzip, nach dem nicht mehr verbraucht werden darf, als jeweils nachwachsen, sich regenerieren, künftig wieder bereitgestellt werden kann.“ Dieses Prinzip stammt aus der Forstwirtschaft, die Idee ist denkbar einfach: Für einen gefällten Baum muss ein anderer nachgepflanzt werden. Für viele Unternehmer ist genau das schon immer Grundlage ihres Handelns gewesen – und insofern gar keine Neuerung. Doch vor allem in börsennotierten Unternehmen wehte viele Jahre ein anderer Wind. Kurzfristige Gewinnmaximierung im Sinne der Aktionäre, koste es, was es wolle.

Das ändert sich zunehmend. Mehr und mehr setzt sich die Erkenntnis durch, dass ein Unternehmen nur dann erfolgreich sein kann, wenn die schlichte Gewinnmaximierung nicht der einzige Unternehmenszweck ist und auch nicht nur eine Gruppe zu den Gewinnern zählt – die Eigentümer. Vielmehr sind auch andere Gruppen relevant, die mit dem Unternehmen verbunden sind. Die nennt man „Stakeholder“.

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Ganz im Zeichen der Ökologie

Nachhaltigkeit umfasst aber bei Weitem nicht nur das Klima. Es geht um den Dreiklang aus E (steht für Environment, also Umwelt), Social (Soziales) und Governance (gute Unternehmensführung). In diesem Dreiklang soll sich die Wirtschaft bewegen, und doch ist das Klima derzeit der dominierende Ton. Vielleicht auch, weil viele Parameter wie der Ausstoß von CO2 oder die Erderwärmung noch am ehesten messbar sind. In anderen Bereichen ist das schwieriger und die Überwachung noch viel komplexer. So etwa, wenn man sich die Lieferketten vornimmt. Es ist schwierig, in manchen Fällen vielleicht sogar unmöglich, jede kleinste Verästelung nachzuverfolgen – beispielsweise, wenn man an das Thema Kinderarbeit denkt.

Alle Bereiche der Nachhaltigkeit sollen in den Unternehmen verankert sein, doch die Europäische Union hat sich zunächst dem sogenannten Green Deal verschrieben, der ganz im Zeichen der Ökologie steht. „Europa steht weltweit an der Spitze einer Bewegung, die beides vereint: Klimaschutz und nachhaltiges Wachstum“, sagte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen Anfang Februar in einer Rede. „Die Europäische Kommission hat vor zwei Jahren den Europäischen Green Deal ins Leben gerufen. Und vor gut einem halben Jahr haben wir seine Ziele in das erste europäische Klimaschutzgesetz gegossen. Wir wollen bis zum Jahr 2050 der erste klimaneutrale Kontinent der Erde sein. Dafür werden wir bis zum Jahr 2030 den Ausstoß der Treibhausgase um mindestens 55 Prozent senken.“

Eine politisch brisante Frage

Dreh- und Angelpunkt des Green Deal ist die sogenannte Taxonomie. Sie soll dafür sorgen, dass es mehr Standards und mehr Leitplanken gibt, an denen sich Investoren entlanghangeln können. Das Vertrauen in grüne Investitionen soll so gestärkt werden. Man muss kein ausgewiesener EU-Kenner sein, um zu ahnen, dass das, was in der Theorie gut klingt, in der Praxis aber seine Tücken hat.

Gut gemeint ist oft das Gegenteil von gut. Wer an die in Brüssel ausgebrütete „Taxonomie“ denkt, kommt schnell auf diese Floskel. Denn völlig unabhängig von den vielen Inhalten, die sich mittlerweile unter diesen Begriff fassen lassen, ist eines klar: Es handelt sich um ein von (in diesem Fall durchaus dem Klischee entsprechenden) EU-Bürokraten ersonnenes Regulierungsdickicht, das sich nur noch schwer überblicken lässt.

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Zwar existiert die Idee einer „Taxonomie“ klimafreundlicher Finanzanlagen schon seit einigen Jahren. Aber erst seit Jahresbeginn hat sie es in den allgemeinen Sprachgebrauch geschafft, weil sie auch die politisch brisante Frage betrifft, ob Atomkraft klimafreundlich sein kann.

Je grüner, umso besser geschützt

Dabei stand und steht der Atomstreit nicht im Mittelpunkt der Taxonomie-Idee. Er hat sich in den vergangenen beiden Jahren allerdings zum Symbol dafür entwickelt, dass es nicht so einfach ist wie vielleicht gedacht, klimapolitisch zwischen schwarz und weiß (oder grün und braun) zu unterscheiden. Der politische Ausgangspunkt der Taxonomie lag woanders: Schon Anfang 2018 wies die Kommission darauf hin, dass der Kampf gegen den Klimawandel erhebliche Investitionen erfordere und dass deren Finanzierung nach „grünen“ Kriterien erfolgen müsse.

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Als die Brüsseler Behörde im März 2018 ihren „Aktionsplan für eine grünere und sauberere Wirtschaft“ vorlegte, schien das Ziel klar zu sein: Die Kommission wollte definieren, welche Finanzprodukte und welche Investitionen als klimafreundlich einzustufen sind. Die Taxonomie war gedacht als „gemeinsame Sprache für eine nachhaltige Finanzwirtschaft“, wie es damals blumig hieß.

Aus dieser gemeinsamen Sprache ließ sich ein „grünes Label“ für klimafreundliche Finanzprodukte entwickeln, es ließen sich „grüne“ Vorschriften für Investmentmanager und institutionelle Anleger ableiten. Nicht zuletzt entwickelte die Kommission den Gedanken, dass Klimaschutz und Finanzstabilität zusammengehören – dass die Finanzmärkte also umso besser gegen Risiken geschützt sind, je grüner die dort gehandelten Produkte sind.

Taxonomie-Bestimmungen wuchern weiter

Ende 2019 war der Taxonomie-Rahmen beschlossen. Er bestand aus mehreren Kategorien wirtschaftlicher Aktivitäten, die als mehr oder weniger klimafreundlich eingestuft wurden: nachhaltige Tätigkeiten, die einen wesentlichen Beitrag zu bestimmten Umweltzielen leisten, Übergangsaktivitäten, für die es keine technologisch und wirtschaftlich machbaren kohlenstoffarmen Alternativen gibt, und unterstützende Tätigkeiten, die es anderen Branchen ermöglichen, umweltfreundlich zu arbeiten, etwa die Produktion von Windrädern. Investitionen in Energiequellen wie Sonne und Wind wurden als grün eingestuft, Kohle fiel ganz heraus. Gas wurde je nach den Klimawirkungen der jeweiligen Energiegewinnungsmethode unterschiedlich klassifiziert. Die Atomkraft klammerten die Verhandler damals aus, zu umstritten waren ihre Klimawirkungen.

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Seither hat die Kommission die Taxonomie-Bestimmungen in unterschiedliche Richtungen weiterwuchern lassen. Das gilt zunächst für die Taxonomie im engeren Sinne: Es galt, den 2019 entwickelten Rahmen auszufüllen und in zahllose Detailbestimmungen zu gießen. Mit Anhängen umfasst der „delegierte Rechtsakt“ zur Einstufung klimafreundlicher Investitionen, den die EU-Behörde Anfang Februar beschlossen hat, 70 eng beschriebene Seiten. Hinzu kommen 25 Seiten Erläuterungen und unzählige Verweise auf weiter ausführende Berichte von Expertengruppen.

Eine Flut an Vorschlägen

Noch bedeutsamer ist, dass die Kommission ihre Taxonomie-Überlegungen als Grundlage für viele zusätzliche Klimafinanzmarktregulierungen heranziehen will. Schon im vergangenen Jahr hat sie dazu zahlreiche Vorschläge gemacht. Da sind die Vorschläge für die veränderten Solvency-Regeln, die die Versicherungsbranche betreffen. Da sind die verschärften „nichtfinanziellen“ Offenlegungspflichten, die größere Unternehmen zur Auskunft darüber zwingen sollen, inwieweit ihre Aktivitäten klimafreundlich sind. Da sind neue Standards für „grüne“ Anleihen, mit denen klimafreundliche Investitionen ebenfalls gefördert werden sollen.

Letztere bauen stark auf der Überlegung auf, dass Klimaschutzaktivitäten auch in der Finanzaufsicht privilegiert werden sollten – weil der Klimawandel und seine Folgen in dieser Lesart als Finanzmarktrisiko eingestuft werden. Das führt zu durchaus bemerkenswerten Schlussfolgerungen.

So ist etwa daran gedacht, in die Risikobeurteilung von Finanzprodukten Klimaschutzkriterien aufzunehmen. Wer also in der Branche zum Kampf gegen den Klimawandel beiträgt, soll von der Finanzaufsicht belohnt, wer klimaschädlich agiert, soll bestraft werden. Generell sollen Nachhaltigkeitsrisiken in den Aufsichtsregeln für Banken, Versicherungen und Ratingagenturen verankert werden. Beispielsweise sieht die Kommission für nachhaltige Anlagen niedrigere Eigenkapitalanforderungen vor. Zudem will sie dafür sorgen, dass die EU-Bankenaufsichtsbehörde EBA ihre Bankenstresstests auch an potentiellen Klimarisiken ausrichtet. Vorgesehen ist außerdem ein einmaliger Stresstest für die ganze Finanzbranche, der sich auf das riesige EU-Gesetzgebungspaket für den Klimaschutz („Fit for 55“) bezieht. Die Flut an weiteren Vorschlägen wird in diesem Jahr weitergehen.

Auf dem Weg zum Musterbeispiel

In früheren Zeiten hätte sich die Finanzwirtschaft wahrscheinlich gegen die Menge an neuen Regulierungen und gerade die Taxonomie gewehrt. EU-Finanzmarktkommissarin Mairead McGuinness baute möglicher Kritik immer mit dem Argument vor, die Taxonomie schreibe keinem Anleger vor, in welche Produkte er investieren solle. Sie enthalte nur nützliche Informationen, die man nutzen könne, aber nicht müsse. Der Widerstand aus der Branche ist weitgehend ausgeblieben, aus einem simplen Grund: Die Finanzindustrie hat die Entwicklung und den Vertrieb grüner Anlageprodukte als lukratives Geschäftsmodell entdeckt.

Warum? Weil jede Transformation Geld kosten wird, das der Staat allein nicht bereitstellen kann. Es braucht die Privatwirtschaft, um die Veränderungen zu finanzieren. Die Versprechungen der Finanzindustrie sind in jedem Fall ambitioniert. Es geht um Billionen. Eine der wichtigsten Ankündigungen kam zuletzt auf der Weltklimakonferenz von der „Glasgow Financial Alliance for Net Zero“ (GFANZ). 450 der größten Finanzfirmen der Welt hatten sich dazu bekannt, insgesamt 130 Billionen Dollar ihres verwalteten Kapitals zunehmend klimaneutral einzusetzen. Die beteiligten Banken und Vermögensverwalter verwalten 40 Prozent des globalen Finanzvermögens.

Auf der Weltklimakonferenz in Glasgow hatte auch der Deutsche-Bank-Chef für seine grüne Agenda geworben. „Wir müssen die Nachhaltigkeit ins Zentrum von allem stellen, was wir tun“, sagte Christian Sewing bei einem Event am Rande der Konferenz. Man arbeite daran, die Deutsche Bank zu einem Musterbeispiel zu machen, „um Glaubwürdigkeit in der öffentlichen Diskussion zu haben“.

Nachhaltigkeit endet nicht an Ländergrenzen

Den Banken komme eine entscheidende Rolle im Kampf gegen den Klimawandel zu, sagte Sewing. Denn Infrastruktur und Energieprojekte erforderten große Anfangsinvestitionen. Bankkredite und öffentliche Subventionen reichten angesichts des gewaltigen Finanzierungsbedarfs allerdings nicht aus. Deshalb seien die Kapitalmärkte entscheidend für den Erfolg des grünen Umbaus.

Es gibt sogar einige Stimmen, die sagen, dass die Banken mit der Nachhaltigkeit an ihrer eigenen Reputation arbeiten. Nachdem es vor allem die Banken waren, die 2008 das globale Finanzsystem an den Rand des Abgrunds brachten – mit Auswirkungen, die bis heute spürbar sind. Nun sind es also ausgerechnet die Banken, die den Umbau der Wirtschaft mitgestalten und in positive Bahnen lenken können. Einfach ist das nicht, denn auch die Finanzindustrie muss am Ende auf stabilen Beinen stehen und natürlich auch Gewinne erwirtschaften.

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Deswegen hat sich auch das Greenwashing zu einer ernst zu nehmenden Herausforderung entwickelt. Mit Greenwashing wird das Problem beschrieben, dass etwas vielleicht sehr viel grüner angemalt wird, als es wirklich ist. Das muss gar nicht immer böser Wille sein, sondern ist in vielen Fällen eben noch das Fehlen von Standards und belastbaren Kriterien, die für alle gültig sind. Die Deutsche-Bank-Tochtergesellschaft DWS bekam erst vor wenigen Wochen den Sturm zu spüren, wenn solche Verdachtsmomente hochkochen. Ausgerechnet die ehemalige Nachhaltigkeitschefin des Unternehmens hatte der DWS vorgeworfen, sich mit den Produkten nachhaltiger darzustellen, als sie eigentlich ist. Die Vorwürfe werden noch immer geprüft. Wie auch immer dieses Verfahren ausgeht: Es gibt einen Vorgeschmack darauf, was der Branche noch an Aufregung blühen kann, buhlen doch sehr viele Unternehmen um die Gunst von Anlegern. Gerade deswegen will die EU mit ihrer bereits beschriebenen Taxonomie an dieser Stelle mehr Klarheit schaffen. Und doch wird besonders in Bezug auf die EU hier ein Problem offensichtlich: Nachhaltigkeit endet nicht an Ländergrenzen. Auf das, was in China oder auch in Amerika in Sachen Nachhaltigkeit passiert, hat die Europäische Union logischerweise kaum einen Einfluss. Vor diesem Hintergrund ist es in Frankfurt allerdings als großer Erfolg gefeiert worden, dass die Mainmetropole Hauptsitz des International Sustainability Standards Board (ISSB) werden soll, das zeitnah eingerichtet werden soll. Das Gremium soll unter dem Dach der gemeinnützigen International Financial Reporting Standards Foundation (IFRS) entstehen und international gültige Standards für die Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen erarbeiten. Verbunden ist damit die Hoffnung, dass eben nicht jedes Land sein eigenes Süppchen kocht, sondern es auch globale Absprachen geben kann. Wie schwer das ist, zeigt indes das Thema der bereits erwähnten Atomenergie. Während die Kernkraft in Deutschland ein Auslaufmodell ist, wird sie in Frankreich als Zukunftstechnologie angesehen. Erst kürzlich hat der französische Präsident Emmanuel Macron den Bau neuer Atomkraftwerke angekündigt.

Wie sagte Blackrock-Larry Fink im Interview mit der F.A.Z.: „Es geht nur über Kompromisse.“

Quelle: Frankfurter Allgemeine Quarterly
Autorenporträt / Mussler, Werner (wmu.)
Werner Mussler
Wirtschaftskorrespondent in Brüssel.
Autorenporträt / Schönauer, Inken
Inken Schönauer
Redakteurin in der Wirtschaft, verantwortlich für den Finanzmarkt.
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