FAZ plus ArtikelForscher im Interview

„Mit Demokratie kommen Clans nicht gut zurecht“

Von Rainer Schmidt
Aktualisiert am 21.10.2020
 - 17:26
Polizisten in Essen kontrollieren den Mercedes zweier junger Männer.
Früher dachte man bei Clans an schottische Hochlandbewohner, die einander die Köpfe einschlagen. Heute denkt man an Drogenhandel und Schweigegelübde. Ein Interview mit Clan-Forscher Ralph Ghadban, der sagt: „Junge Frauen spielen eine entscheidende Rolle“.

Der Migrationsforscher und Buchautor Ralph Ghadban, der 1972 aus dem Libanon nach Deutschland kam, gilt als exzellenter Kenner nicht nur der aktuellen Clan- Szene in der Bundesrepublik. Nach Erscheinen seines Buchs: „Arabische Clans. Die unterschätzte Gefahr“ stand er eine Zeitlang unter Polizeischutz. Im Libanon hat er Philosophie und Islamwissenschaft studiert, in Berlin promovierte er in Politikwissenschaft, wo er seitdem auch lebt. Er war Leiter der Beratungsstelle für Araber des Diakonischen Werks und Mitglied der ersten Islamkonferenz. Als Sozialarbeiter hatte er direkten Kontakt zu Clan-Strukturen. Er ist vor allem Spezialist für die Mhallamiye aus dem Libanon und der Osttürkei, die hierzulande diverse Clans gebildet haben.

Ralph Ghadban, warum denken wir beim Wort „Clan“ heute meist automatisch an kriminelle Machenschaften?

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Quelle: Frankfurter Allgemeine Quarterly
Autorenporträt / Schmidt, Rainer
Rainer Schmidt
Verantwortlicher Redakteur Frankfurter Allgemeine Quarterly.
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