FAZ plus ArtikelWege zur Selbstoptimierung

Der hochgetunte Zukunftskörper

Von Ivo Goetz (Text) und Anuj Shrestha (Illustrationen)
Aktualisiert am 04.06.2020
 - 21:10
Es gibt bereits ein paar wenig gefährliche Wege zur Selbstoptimierung.zur Bildergalerie
Gehirn-Doping und Hightech-Prothesen sollen unser Leben besser machen. Was davon ist noch Spinnerei – und was schon Realität? Ein Überblick.

Es muss ja nicht der extreme Wunsch eines kranken Russen im Rollstuhl sein, man möge seinen Kopf auf einen anderen Körper transplantieren. Später verzichtete er aus Liebe zu Frau und Kind dann doch auf dieses waghalsige Experiment. Bis diese sehr gruselige und kaum realistische Möglichkeit, den eigenen alten, schlaffen, dysfunktionalen Körper loszuwerden, den Geist vom Körper zu lösen, in unseren Operationssälen zum Standard gehören wird, gibt es bereits diverse weniger gefährliche Wege zur Selbstoptimierung.

Gehirnsteuerung und Gehirnprogrammierung

Elon Musk etwa, der uns Menschen auf den Mars umsiedeln möchte, gründete das Start-up Neuralink. Feinste mikrometerdünne Fasern, die von einem Roboterchirurgen ins Hirn gefädelt werden, sollen Ströme und Daten in einen sehr flachen Chip leiten, der unter der Haut auf dem Schädelknochen sitzt. Die Daten gelangen drahtlos in einen hörgeräteartigen Minicomputer, den man per Smartphone und Computer steuern kann. Man Stammsoll auch Daten und Befehle in das Gehirn senden können. Neues Denken und ungeahnte Fähigkeiten kommen dann in Zukunft per Hirnware-Update.

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Quelle: Frankfurter Allgemeine Quarterly
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