FAZ plus Artikel„Es bringt Ruhe statt Stress“

Wer hat immer noch kein Cannabis-Duschgel?

Von Anne Philippi
Aktualisiert am 10.09.2020
 - 16:43
Die Vorstellung von kiffenden Hippies rückt in den Hintergrund, Cannabis goes Mainstream.
Badesalz, Hautcreme, Kaugummi: Plötzlich sind Produkte mit dem Cannabis-Wirkstoff CBD in vielen Läden erhältlich. Junge Start-ups erobern den neuen Markt – und umgehen geschickt manche gesetzliche Hürde.

Wer sich daran erinnert, wie noch vor wenigen Jahren das Thema Cannabis in Deutschland öffentlich meist diskutiert wurde, kann sich heute beim Studium mancher Schaufenster-Auslagen nur höchst verwundert die Augen reiben: Teure Gesichtscremes mit CBD stehen in Drogerie-Schaufenstern, Cannabis-Duschgel in der Apotheke, an der Kasse bei Rossmann liegt CBDKaugummi neben den üblichen Sorten. Plötzlich scheint es völlig normal zu sein, Kristalle, Liquids, Hautpflege, Tropfen, Spray oder Badesalz mit Cannabis-Wirkstoffen anzubieten oder zu kaufen.

Gerade das Geschäft mit entspannenden CBD-Produkten scheint zu boomen – damit ist Cannabidiol gemeint, ein nicht psychoaktiver Stoff des Cannabis, im Gegensatz zum psychoaktiven THC (Tetrahydrocannabinol). Die Vorstellung von kiffenden Hippies rückt in den Hintergrund, Cannabis goes Mainstream. Vor allem in den Vereinigten Staaten, wo es in einigen Bundesstaaten bereits legalisiert ist und die Plakatwände mit Cannabis-Vape-Zigaretten und dazugehörigen Bikinimädchen Normalität sind. Die MedMan-Cannabis-Läden auf der Fifth Avenue, die wie Apple Stores aussehen, ebenso. Die neue grüne Industrie boomt.

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Quelle: Frankfurter Allgemeine Quarterly
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