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Das Gewese um die Schwangerschaft

Von Jennifer Wiebking
08.11.2021
, 05:51
Wenn man Ultraschallfotos posten will, müssen sie natürlich besonders schön sein. Aber kommt es darauf eigentlich an?
Mütterpässe in Filzhüllen und Gender-Reveal-Partys wie in Amerika: Das Bohei um die Schwangerschaft nimmt absurde Züge an. Wem nutzt das?
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Wenn Annika Schutt ihre schwangeren Patientinnen untersucht, dann kann sie bei guten Bedingungen im Ultraschall von der 16. Woche an das Geschlecht des Kindes erkennen. Einige Frauen wissen schon vorher Bescheid, wenn sie den Bluttest gemacht haben, um zu prüfen, ob das Kind möglicherweise eine bekannte Chromosomenveränderung hat. Aber das ist – zumindest unter ihren Patientinnen – noch immer ein kleinerer Anteil, sagt Annika Schutt. Sie ist Gynäkologin, Ende 30, und sie arbeitet in einer Praxis in einer süddeutschen Großstadt.

Die meisten ihrer Patientinnen kennen das Geschlecht des Kindes also bis zur 16. Woche nicht. „Früher konnte man zu diesem Zeitpunkt sagen, die Tendenz ist eher ein Junge oder ein Mädchen, in vier Wochen wissen wir es sicher.“ Heute reichen immer mehr Frauen Schutt in der 16. Woche einen Umschlag. „Ich soll dann das Geschlecht auf einen Zettel schreiben, der kommt in den Umschlag, und den übergeben sie ihrer ,Genderzeugin‘.“

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Quelle: F.A.S.
Jennifer Wiebking - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Jennifer Wiebking
Redakteurin im Ressort „Leben“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
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